Das Plötzlich am Meer Festival in Polen

Von Irrfahrten quer durch Polen, weißem Sandstrand, einem verschollenen Timetable und einem bezaubernden Sonnenuntergang: Mein Plötzlich am Meer Festival 2013 in Polen.

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Steckbrief Plötzlich am Meer Festival

Wann: Ende August (2015: 21. bis 23. August)
Wo:
Auf jeden Fall immer am Meer: 2012 bei Usedom, seit 2013 in Polen (bei Trzebiatów): Anfahrt
Was:
Elektro, Rap
Wieviel:
5.000 bis 10.000 Besucher, 35€ Early Bird Mittlerweile leider schon mindestens 95 Euro! Hier gibt es Tickets für das Plötzlich am Meer Festival.
Für wen?
Gemacht für alle Strand- und Fusionliebhaber, die auf Liebe zum Detail setzen, nicht so viel Wert auf Organisation legen und einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen.

PLUSPUNKTE

  • Das Essen: Über Knobi-Brot, Langosch, Couscous und frischer Steinofen-Pizza gab es so viel Leckeres und noch viel mehr – und das für angemessene Preise.
  • Getränke durften überall mithingenommen werden, so konnte man viel Geld sparen!
  • Natürlich die Lage!!

MINUSPUNKTE

  • Chaotische Organisation (kein Timetable, keine gute Information über Website oder Social Media, keine gute Wegbeschreibung, sehr wirre Orga bezüglich der Shuttles etc.)

PLÖTZLICH WOANDERS – das Plötzlich am Meer Festival 2013

Von Irrungen und Wirrungen auf dem Festival in Trzebiatów

Plötzlich woanders lautet das Motto dieses Festivals, das ich vom Fleck weg unterschreiben würde. Nach einer siebenstündigen Irrfahrt quer durch Norddeutschland, über die Insel Usedom, durch die urigsten Dörfer Polens und drei Runden durch das Örtchen Trzebiatów, waren wir ganz plötzlich da: Mitten im Nirgendwo. Keine Schilder, keine Hinweise, nur Strand, Wald und wummernde Musik zeigten uns den Weg zum Festival, naja und irgendwann auch die lange Autoschlange vor uns.

Schon die Anfahrt ließ das Chaos erahnen, das uns an dem Wochenende erwarten würde: Es gab keinen Timetable. Erst wurde gesagt, dass die Flyer schon leer wären, später fanden wir heraus, dass das Orga-Team wohl einfach vergessen hatte, welche zu drucken. Auch im Internet konnte man nichts herausfinden. So irrten wir im Dunkeln von Bühne zu Bühne und spitzen unsere Ohren, ob gerade ein DJ unserer Wahl auflegte. Leider hatten wir in der ersten Nacht keinen Erfolg und fanden leider auch nicht den Weg zum Meer (2 Helfer an einem Infostand wussten nichts von einer Meerbühne. AHA).

PLÖTZLICH ANGEKOMMEN

„Oh, wie schön ist das denn?“

Plötzlich am Meer Festival in Polen: Tanzen am Meer

Am nächsten Tag, bei Licht betrachtet, sah das Ganze dann schon viel besser aus: Die Sonne schien, wir hüpften durch die Felder, bestaunten die vielen bunten Bühnen und fanden durch Zufall einen RIESEN Timetable, provisorisch aufgemalt auf einem Brett. Die Leute drängten sich davor, um zu schauen, was sie schon verpasst hatten und was sie auf keinen Fall verpassen durften. Leider hatten wir kein Glück: 2 Lieblings-DJs hatten bereits aufgelegt, der Rest unserer Favoriten sollte Sonntagabend spielen – zu spät für uns, da wir mittags schon wieder die Heimreise antreten mussten. Doch wir schoben den aufkeimenden Unmut weg und entschuldigten das Ganze damit, dass wir ja auch  nur 35 Euro gezahlt hatten. Also machten wir uns auf zum Strand – ja, es gab natürlich einen Strand-Floor! -, liefen quer durch den Wald, hüpften durch weiße Sand-Dünen und genossen unser Wochenende am Meer mit guter, wenn auch unbekannter Musik und entspannten Leuten. So tanzten wir den restlichen Tag im weißen Sand, umgeben von Wald, Wiese und Meeresrauschen. GRANDIOS!

Plötzlich am Meer Festival in Polen: Ostsee in Sicht

Der Sonnenuntergang war dabei ein absolutes Highlight. Da kann man nach all dem Wirrwarr einfach nur begeistert sein und immer wieder sagen „Oh, wie schön ist das denn?“.

Plötzlich am Meer Festival in Polen

Auch das Essen war toll. Von unseren eingekauften Sachen haben wir deshalb fast garnichts gegessen, sondern uns quer durch das Festival gefuttert. Mein absoluter Favourit war dabei die Pizza-Bude, die man auch schon von der Fusion kennt: Frische, nach eigenem Gusto belegte Pizza aus dem Steinofen mit frischem Basilikum und Chilli-Öl. Ein Genuss! Doch auch sonst war für jeden was dabei: Ob Pasta, Falafel, Wraps, Langosch oder Sauerkraut-Eintopf – hier fehlte wirklich nichts. Sehr positiv fand ich auch, dass man die eigenen Getränke mit aufs Gelände nehmen durfte. Natürlich musste man am Strand, in der Öffentlichkeit aufpassen, da die Polizei in Polen sehr streng ist, aber das war meines Erachtens zu verkraften. Und auch die Umstellung auf die Währung PLÖTZKIS fiel nach kurzer Einweisung sehr leicht – 1 Euro = 1 Plötzki. Hab ich kapiert.

Alles in allem kann ich dieses Festival jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer kleinen Fusion ist und Lust auf Strandurlaub mit Tanzen hat. Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich leider nicht weiß, wie die Laune bei Regen und Kälte gewesen wäre. Ich denke, dann wäre der fehlende Timetable und die Tatsache, dass ich keinen einzigen DJ gesehen habe, den ich sehen wollte, sehr viel härter ins Gewicht gefallen.

Noch mehr Fotos? Hier geht´s zur Bildergalerie: Das Plötzlich am Meer Festival 2013 in Bildern

Ein kleiner musikalischer Einblick in das Plötzlich am Meer Festival 2013

Lust, mit uns durch den Tag zu tanzen? Hier findet ihr all unsere Festival-Impressionen!

Kategorie FESTIVALS, Polen, Polen

Ich bin chronisch ferndurstig, lasse mich gern treiben, und liebe es, ein Land langsam und intensiv zu bereisen – und das Glücksgefühl, das ich habe, wenn ein Ort mich in seinen Bann zieht. Seit Dezember 2016 heißt es: Vollzeitreisen. Ich habe meinen Traum in die Tat umgesetzt und bin mit meinem Freund auf Weltreise gegangen. Jetzt lebe und arbeite ich überall auf der Welt, aber am liebsten in Hamburch, Bali und Thailand. :) Mein neuer Blog: www.soulflake.de mit Texten über die Freiheit, mehr wir selbst zu sein. Mein erstes E-Book: www.blog-wings.de (Blog erstellen leicht gemacht)

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