Weltreise Route planen – wie gehe ich vor?

Ich war insgesamt 6 Monate in der Welt unterwegs, bereiste Mexiko, Thailand, Laos, Australien und Bali. In diesem Artikel erzähle ich dir von meinen Erfahrungen bei den Vorbereitungen und helfe dir, deine Weltreise Route zu planen.

Weltreise Route planen - Tipps

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1,5Jahre bevor ich letztlich losreiste, stand meine Weltreise-Entscheidung fest. Viel Zeit also, um alle Vorbereitungen zu treffen. Und dazu gehörte auch: Weltreise Route planen.

Dieser Punkt auf der Liste kann wirklich Spaß machen, wenn man sich nicht von all den Möglichkeiten, die sich bieten, einschüchtern lässt, sondern konstruktiv an die Entscheidungen herangeht.

Im Folgenden möchte ich dir von meinen Erfahrungen erzählen und dir helfen, deine Weltreise Route zu planen.

Auf ins Abenteuer Weltreise!

Inhalt des Artikels Weltreise Route planen:

  1. Wohin möchtest du reisen?
  2. Warum machst du diese Weltreise? Was ist dir wichtig?
  3. Wie viel Budget hast du zur Verfügung?
  4. Wie viel Zeit hast du?
  5. Einreisebestimmungen beachten (Visa)
  6. Beste Reisezeiten im Blick
  7. Unsere Weltreise Route als Beispiel
  8. Meine praktischen Tipps für deine Weltreise
  9. Brauchst du noch ein bisschen Mut?


1. Weltreise Route planen: Wohin möchtest DU reisen?

Heutzutage gibt es Unmengen an Inspiration: Instagram, YouTube, Blogs, Bücher etc. Überall werden wundervolle Reiseziele vorgestellt. Und mittlerweile kann man auch fast überall hinreisen; Flüge werden immer günstiger, die ganze Welt steht einem offen. Puh!

Hand aufs Herz: Als du die Entscheidung für deine Weltreise getroffen hast, hattest du sicherlich eine vage Route im Kopf, oder? Ein Reiseziel, das dich schon immer begeistert hat, ein Urlaub, der dich nicht mehr losgelassen hat … Jetzt hast du die Möglichkeit, genau dein Ding zu machen.

Nimm dir diese Freiheit! Hol dir Inspiration, wenn du sie brauchst, aber hör bei deiner Planung vor allem auf deinen Bauch. Das habe ich aus der Planung meiner Weltreise Route gelernt.

Denn: Man muss jetzt nicht alles bereisen und alles sehen, man wird sicher noch viele weitere Urlaube oder Reisen machen – und es wäre ja langweilig, wenn es nach der Weltreise rein gar nichts mehr gäbe, was einen interessieren könnte, oder?

Ich sage das so bestimmt, weil ich genau den „Fehler“gemacht und auf meine ursprüngliche Herzensliste immer mehr Ziele draufgepackt habe. Irgendwann war ich völlig konfus und fühlte mich gestresst – was bei der Verwirklichung des eigenen Traums natürlich ein eher unschönes Gefühl ist (siehe Punkt 2).

Deshalb habe ich mir letztlich bei der groben Planung meiner Weltreise Route vor allem folgende Fragen gestellt:

  • Traumländer: Welches Land bzw. welche Länder wollte ich schon immer bereisen?
  • Und für welches Land davon ist mir ein 2 oder 3-wöchiger Urlaub zu kurz?
  • Lieblingsland: In welchem Land/an welchem Ort war ich bereits und habe gemerkt, dass ich hier gern viel mehr Zeit verbringen möchte?
  • Welche Sehenswürdigkeit, welcher Ort oder welches Naturwunder geht mir nicht aus dem Kopf und möchte ich unbedingt einmal live erleben?
  • Welche Aktivität/welches Hobby bzw. welches Abenteuer möchte ich unbedingt integrieren/einmal ausprobieren?
  • Welche Kultur fasziniert mich – welche würde ich gern intensiv(er) kennen lernen?
  • Was möchte ich lernen?
  • Was ist mir wichtig? Möchte ich viele Orte sehen, ganz viel erleben, Leute kennen lernen oder Party machen – oder zur Ruhe kommen, mich auf mich selbst besinnen, Freiheit erleben, Länder intensiv bereisen. Oder beides/alles/mehreres? Wie sähe eine gute Mischung für mich aus?
  • Möchte ich unterwegs arbeiten? (z. B. als Reiseblogger, Volonteer o. ä.)
  • Lassen sich die Länder prinzipiell gut miteinander verbinden?

Am Ende standen für mich vor allem diese Reiseziele und Wünsche fest:

    • Traumländer: Die Yucatan Halbinsel in Mexiko wollte ich schon ziemlich lange bereisen, besonders die Isla Holbox war mein Traumziel.
    • Lieblingsland: Thailand ließ mich seit unserem ersten Urlaub nicht los und ich wollte gern JEDE Ecke dieses wunderbaren Landes erkunden und an Orten versacken, die mich in ihren Bann zogen.
    • Aktivität: Außerdem liebäugelte ich mit einem Yoga Retreat in Pai.
    • Kultur: Auf Bali habe ich vor einigen Jahren mehrere Monate gelebt und hatte eine herausfordernde Zeit vor Ort (was an mir selbst lag, ich war nicht bereit für mehrere Monate weit weg von Zuhause). Für mich wurde Ende letzten Jahres jedoch klar: ich möchte die Insel ein zweites Mal besuchen, mit offenen Augen und offenem Herzen.
  • Lernen: Ich wollte mich von alten Glaubenssätzen und Mustern befreien und herausfinden, was ich wirklich (im Leben) möchte und was mir gut tut – und was nicht. (Hier nachlesen.)
  • Was ist mir wichtig? Siehe Punkt 2.
  • Verbinden der Reiseziele: Für mich war z. B. wichtig, dass ich so wenig wie möglich fliegen muss, weil: Flugangst. Möp. Aber auch: Umwelt schützen. Wir reisten deshalb die ersten drei Monate über Land durch Südostasien, was zwar länger dauerte, uns aber intensive Reisemomente bescherte. (Mehr: Highlights aus 2 Monaten Weltreise). Solltet ihr Südostasien ins Auge fassen, kann ich die Reiseführer von Stefan Loose nur empfehlen: Ich fand insbesondere die detailreichen Transport-Beschreibungen für Backpacker super. Meine Reiseführer*: Mekong-Region; Thailands Süden

Mit dem Zug von Bangkok nach Ayutthaya


2. Weltreise Route planen: Warum machst du diese Weltreise? Was ist DIR wichtig?

Ehrlich gesagt habe ich mich bei der Planung der Weltreise Route zunächst ziemlich verloren. Ich stopfte immer mehr Reiseziele auf meine Liste, plante alle Monate durch und merkte unterbewusst, dass mir das eigentlich gar nicht behagte. Denn irgendwann kam ein neues Gefühl zur Euphorie hinzu, ein Gefühl, als wäre das gar nicht mehr meine Reise, sondern irgendwie ein Zwang-Ding, eine Last.

Bis ich das richtig realisiert hatte, ging einige Zeit ins Land. Doch irgendwann sagte ich Stopp – und wir überlegten, was wir wirklich von der Reise erwarteten.

Ging es uns darum, möglichst viel von der Welt zu sehen oder darum, intensiver und langsamer zu reisen und auch Zeit für uns selbst zu haben, zum Erleben, Da sein, Reflektieren?

Letzteres war der Fall.

Also schmissen wir unseren Plan und entschieden uns, einfach mal (fast) keinen Plan zu haben – und eine riesige Last polterte von meinen Schultern. Die Vorfreude war wieder da. (hier nachlesen)

Ok, einen kleinen Plan hatten wir letztlich doch: Im Dezember wollten wir in Mexiko starten und den Jahreswechsel in Deutschland verbringen. Doch danach sollte alles offen sein: Das One Way Ticket in unser Liebchenland Thailand und ein Yoga-Retreat waren schnell gebucht, ein weiteres, konkretes Reiseziel hatten wir im Kopf: Bali. Alles andere entschieden wir spontan.

Trotzdem bin ich ein sicherheitsliebender Mensch und kann sehr ängstlich sein, doch einschränken lassen wollte ich mich davon nicht, aber auch nicht über meine Grenzen gehen.

Also fragte ich mich: Wie komme ich meinem Sicherheitsbedürfnis entgegen, ohne mich zu stark zu begrenzen?

Kurzum: Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, Träume und Ziele, die er mit einer großen Reise verbindet. Nur, wenn man bei der Planung auf sein Gefühl hört und die Route so plant, das sie das eigene Herz zum Hüpfen bringt, wird diese Erfahrung ganz großartig werden.

Was sagt dir dein Gefühl?

Glücklich werden - Sonnenuntergänge auf der Isla Holbox in Mexiko

Das hat mir bei der Entscheidung zur Weltreise geholfen:

Ferndurst! :-) Der Blog hat seeeehr viel dazu beigetragen, dass ich den Mut hatte, den Schritt zur Weltreise zu gehen. Denn dadurch konnte ich während des Reisens mit meiner Leidenschaft Geld verdienen.

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3. Weltreise Route planen: Wie viel Budget hast du zur Verfügung?

Am Ende ist es vor allem auch das Budget, das über die Reiseziele auf der Weltreise Route entscheidet. Zum Beispiel sind die meisten südostasiatischen Länder sehr günstig zu bereisen, in Australien oder Nordamerika wird es dagegen teuer.

Mir hat es sehr geholfen, meine Kosten frühzeitig grob zu überschlagen. Dabei habe ich mich an meinen Urlauben orientiert und einen kleinen Puffer drauf geschlagen. Wie viel ich letztlich ausgegeben habe, erfährst du in diesem Artikel: Was kostet eine Weltreise? 

Und dann hab ich lieber ganz schnell angefangen zu sparen … ;-)

Alle Tipps, die uns halfen, genug Geld für eine Weltreise zusammenzukratzen, verraten wir dir übrigens in unserem kostenlosen E-Book: 52 Spartipps für Reisende

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4. Weltreise Route planen: Wie viel Zeit hast du?

Auch das spielt neben deinen Traumzielen, deinen Wünschen und dem Budget eine große Rolle bei der Planung der Weltreise Route: Für wie viele Monate muss dein Erspartes reichen? So kannst du bei den Ländern ggf. priorisieren.

Solltest du dich noch entscheiden „müssen“, wie lange du reisen magst, können dir folgende Fragestellungen helfen:

  • Habe ich einen festen Job, den ich nicht aufgeben möchte? Dann solltest du zuerst mit deinem Arbeitgeber sprechen und nach unbezahltem Urlaub oder einem Sabbatical fragen – und auch, welcher Zeitraum hier möglich ist.
  • Wenn du open-end Zeit hast: Bist du ein absoluter Weltenbummler oder hast du auch gern mal Heimweh?

Ein One-Way-Hinflug-Ticket ist eine tolle Möglichkeit, sich nicht auf eine bestimmte Reisezeit zu beschränken, sondern die Rückreise offen zu halten und jederzeit frei zu entscheiden, ob man gern wieder nach Hause fahren oder weiterreisen möchte.

Mir jedenfalls hat diese Option sehr viel Druck genommen und ich konnte einfach von Woche zu Woche schauen, worauf ich Lust habe.


5. Weltreise Route planen: Einreisebestimmungen beachten (Visa)

Da wir über die meisten Ziele spontan entscheiden wollten, habe ich mir eine Liste mit Einreisebestimmungen der in Frage kommenden Länder gemacht: Wo brauche ich kein Visum, wo kann ich es ziemlich easy online beantragen und wo könnte es schwerer werden?

Während der Weltreise hatte ich diese Liste im Hinterkopf, aber sie nicht mehr hervorgeholt. Nach Australien zu fliegen, haben wir z. B. vollkommen spontan entschieden und deshalb auch kurzfristig recherchiert, wie die Einreisebestimmungen sind. Wir hatten Glück – das Visum konnte online beantragt werden und war innerhalb von 5 Minuten in unserem Mail-Eingang. :-)


6. Weltreise Route planen: Beste Reisezeiten im Blick

Ich habe mir noch eine zweite Liste gemacht: Hier habe ich die besten Reisezeiten für die in Frage kommenden Länder notiert. Dabei geholfen hat mir vor allem diese Seite: Globetrotter.ch – Reisezeiten weltweit. 

Folgende Reisezeiten habe ich für meine Weltreise Route recherchiert:

Beste Reisezeit Südostasien:

  • Thailand: Dezember – März (Fazit: Tolles Wetter von Januar bis März, ab Mitte/Ende März wird es superheiß)
  • Kambodscha: Dezember – März
  • Laos: November – März (Fazit: Tolles Wetter im Februar, Ende Februar im Süden schon sehr heiß. Mehr: Laos Packliste und beste Reisezeit)
  • Vietnam: Dezember – April
  • Myanmar (Burma): November/Dezember – März
  • Philippinen: Dezember – März
  • Bali: April – Oktober (Fazit: Tolles Wetter im Mai, im November waren wir noch einmal da. Zu dieser zeit war das Wetter zwar auch schön, aber es hat ab und an geregnet. →Was mitnehmen? Packliste Bali)

Beste Reisezeit Australien:

  • Western Australia: Oktober – April (Fazit: ziemlich frisch im April, zumindest im Süden und besonders nachts; je weiter nördlicher man reist, desto wärmer/heißer wird es. So waren es an der Shark Bay tagsüber 35 Grad, im Süden bei Margarete River durchschnittlich 20.)

Beste Reisezeit Amerika:

  • Kanada: Mai/Juni bis September/Oktober
  • Mexiko: November/Dezember bis Mai (Fazit: Tollstes Wetter im Dezember.)
  • Hawaii: März bis November


7. Weltreise Route planen: Unsere Route als Beispiel

Wie gesagt entschieden wir uns für die meisten Reiseziele auf unserer Weltreise Route spontan. Die Unterkünfte buchten wir ein oder zwei Tage vorher, Flüge ca. zwei Wochen vor Abflug (via Google Flights oder Skyscanner*).

Das entstresste uns sehr und ich kann diese Vorgehensweise sehr empfehlen – selbst (oder vor allem) wenn man ein Planer und Sicherheitsliebhaber ist. Das war/bin ich nämlich auch.

Doch bei dieser Reise habe ich zum ersten Mal richtig losgelassen, davon, dass alles perfekt sein muss – und bin genau deshalb angekommen, irgendwie auch bei mir selbst. So konnten wir jeden Ort und jeden Moment genießen, so wie er eben war, und waren nicht schon einen Schritt weiter.

Und das war unsere finale Route:

Dezember: Mexiko

Los ging es im Dezember in Mexiko, wir reisten drei Wochen lang quer durch Yucatan, von Cancun, auf die Isla Holbox, nach Valladolid, Tulum und Bacalar – und wieder zurück.

→Die komplette Mexiko-Route und alle Tipps findest du hier.

Wunderschön: Der Strand auf der Isla Holbox

Januar: Thailands Norden

Im Januar flogen wir mit dem One Way Ticket nach Thailand. In Bangkok akklimatisierten wir uns ein paar Tage und reisten dann mit dem Zug in den Norden nach Ayutthaya. Weiter ging es nach Sukhothai, Chiang Mai und mit dem Bus nach Chiang Dao, eins unserer Highlights der gesamten Reise.

Von dort aus fuhren wir via Chiang Mai mit dem Bus nach Pai, einem Touri-Hippie-Dorf in den Bergen, um an unserem ersten Yoga Retreat teilzunehmen. Eine unglaubliche Erfahrung! (→Hier auf meinem neuen Blog Soulflake nachlesen: Das Xhale Yoga Retreat in Thailand: Der Anfang einer neuen Reise)

Und dann lief auch leider schon unser Visum aus und wir entschieden uns, über Chiang Rai nach Laos einzureisen.

Ban Non Hoi Viewpoint in den Bergen bei Chiang Mai - Tipp

Februar: Laos

Den Februar verbrachten wir in Laos, schipperten zwei Tage über den Mekong nach Luang Prabang und reisten von dort ganz langsam in den Süden, um am Ende fast zwei Wochen auf einer minikleinen Insel namens Don Det zu versacken. <3

Die ganze Laos Backpacking Route inklusive Tipps könnt ihr hier nachlesen.

Weltreise Highlights - tolle Tage in Vang Vieng in Laos

März: Thailands Koh Chang Archipel

Im Anschluss reisten wir über Land in – ich glaube – 35 Stunden nach Koh Chang. Klingt anstrengend (war es auch), aber: So schlauchend die langen Fahrten auch waren, wir haben so viel von den Ländern gesehen und konnten intensiv eintauchen – ich würde es jederzeit wieder so machen.

Die Route selbst habe ich auf Ferndurst noch nicht veröffentlicht, deshalb hier die Kurzversion, falls ihr vorhabt, über Land von Laos nach (Süd-)Thailand zu reisen:

  • Auf Don Det (4.000 Islands) organisierte uns unser Gastgeber im Last Resort das Ticket nach Bangkok – ein Kombi-Paket aus Minibussen, Grenzübergang und Nachtzug:
  • Von Don Det ging es nach Pakse. Dort mussten wir ca. eine halbe Stunde warten und
  • fuhren dann weiter mit dem Bus zur Grenze nach Vang Tao. Dort liefen wir einfach den anderen hinterher und holten uns den Aus- sowie Einreisestempel.
  • Ein Minibus wartete schon auf der thailändischen Seite und es ging entspannt in wenigen Stunden weiter nach Ubon Ratchathani. Dort hatten wir ca. 2 Stunden Aufenthalt, futterten soviel geiles Thai-Food am Imbiss gegenüber vom Bahnhof wie wir nur konnten und nisteten uns dann in unsere Schlafpritschen im Nachtzug ein. Ich schlief die kompletten 6 (oder 8?) Stunden und
  • wachte kurz vor Bangkok wieder auf.
  • Dort setzten wir uns in ein Taxi, ließen uns zum Busbahnhof fahren und kauften ein Kombi-Ticket nach Koh Chang (Bus und Fähre). Wir besorgten uns schnell noch Wegproviant und schon ging´s los, in knapp 7 Stunden zum Hafen von Trat und dann mit der Fähre in einer Stunde nach Koh Chang, Juchey…
  • Auf Koh Chang nahmen wir uns ein Taxi und kamen ziemlich fertig, aber voller Freude nach zwei Monaten Reisen endlich am Meer an. :-) Den Busfahrplan Bangkok – Koh Chang findet ihr hier.

Fazit: Wir waren nach zwei Monaten Reisen über Land so entspannt, dass uns diese Fahrt nichts ausmachte. Im Gegenteil! Durch das wenige Planen konnten wir von Erwartungen loslassen und ließen einfach alles auf uns zukommen: „Wenn wir den Bus nicht kriegen, bleiben wir halt eine Nacht hier.“

Bueno!

Unsere Route in Thailand führte uns von Koh Chang über Koh Wai nach Koh Mak zum Thaibreak, weiter nach Koh Kood und wieder zurück nach Koh Wai. LOVE!

Reise nach Thailand Tipps Koh Chang Westküste

Nach 3,5 Wochen düsten wir mit dem Bus zurück nach Bangkok, besorgten uns in einer Mall Schlafsäcke, Kissen und Hängematte und reisten spontan über Singapur naaaaach:

April: Australien

Wow! Aufregend. Die Idee für Australien keimte einfach so an einem Abend am Strand auf: „Wir reden in letzter Zeit irgendwie voll oft über einen Roadtrip – wieso machen wir nicht einfach einen?“. Und schwups stand Australien auf dem Plan. Wir buchten Flüge, schoben drei Tage in Singapur zwischen und mieteten uns ein Auto für drei Wochen.

Ab Perth ging es für eine Woche in den Süden von Westaustralien, in die unglaublich atemberaubende Region von Margarete River, bis uns das kalte Wetter zum Umkehren zwang. Und so düsten wir wieder über Perth hoch nach Kalbarri und weiter an die Shark Bay – der Wärme entgegen.

Die Australien-Route durch den Süden und alle Insidertipps hier nachlesen. 

Westaustralien Route für einen Roadtrip - der Strand von Kalbarri im Norden

Mai: Bali

Angekommen, verloved – auf den zweiten Blick quasi, denn eigentlich kannte ich Bali ja schon, nur irgendwie nicht so.

Nicht so wunderschön, authentisch, friedlich, spirituell, inspirierend.

Ich war sogar so sehr hin und weg, dass ich dieses Jahr im Herbst gleich nochmal zwei Monate auf der für mich vielleicht schönsten Insel der Welt verbrachte.

All meine Tipps und Eindrücke könnt ihr in folgenden Artikeln nachlesen:

Und dann ging´s nach Hause. Erstmal. Wie das war und wie es weitergehen sollte: 6 Monate Weltreise – und jetzt? Über das Ende einer Reise und den Anfang von allem 

Jatiluwih Reisterrassen in Nordbali - Geheimtipp für eure Bali Backpacking Route


Meine praktischen Tipps für deine Weltreise

Meine Weltreise Packliste

Die ersten sechs Monate der Reise hatte ich einen 40-Liter-Backpack dabei. Im Herbst bin ich noch einmal losgezogen und nur mit Handgepäck durch Indonesien und Sri Lanka gereist. Gefehlt hat mir nichts, im Gegenteil. Wie ich es trotzdem geschafft habe, all meine Lieblingssachen mitzunehmen und was überhaupt alles auf meiner Liste steht, verrate ich dir in diesem Artikel: Meine Weltreise Packliste für Frauen (auch für Handgepäck geeignet)

Weltreise Packliste für Frauen - für Handgepäck und Fernreisen

Beste Kreditkarte für eine Weltreise

Wir hatten die DKB-Kreditkarte* und die VisaPlus1 von Santander dabei. Bei letzterer werden wohl die Gebühren erstattet, die von manchen Regierungen am Automaten erhoben werden, was z. B. in Laos und Thailand der Fall ist (ca. 1-3 Euro pro Abhebung).

„Wohl“, weil es bei uns nicht geklappt hat – was unsere eigene Schuld war: Die Quittungen müssen nämlich spätestens nach sechs Wochen eingereicht werden. Die Frist haben wir natürlich verpasst. ^^

Im Prinzip können wir aber beide Kreditkarten empfehlen – das Abheben hat immer einwandfrei funktioniert. Doch mit der DKB-Karte bin ich sehr zufrieden, weil sie mich seit vielen Jahren begleitet und mir auch bei einem Betrugsfall sofort alles Geld zurück überwiesen wurde. Man kann prinzipiell auf der ganzen Welt kostenlos Bargeld abheben, nur auf die Gebührenerhebung der Regierungen hat man halt leider keinen Einfluss.

→Hier über die DKB informieren*

Gesundheit first: Unsere Auslandskrankenversicherung

Bei den meisten Urlauben reicht eine einfache Auslandsreisekrankenversicherung. Hier zahlt ihr ca. zehn Euro pro Jahr und bekommt Arzt- und Krankenhauskosten, die auf eurer Reise anfallen, erstattet.

Solltet ihr allerdings länger als 56 Tage reisen, braucht ihr eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung. Wir haben uns nach intensiver Recherche für die von der Hanse Merkur* entschieden, da diese das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Zum Einsatz gekommen ist sie jedoch Gott sei Dank nicht. Das Gute: Wir sind einen Monat früher nach Hause geflogen und haben das zuviel gezahlte Geld erstattet bekommen.

Unsere Kamera ♥

Kamera: Canon 700D*, Unser Objektiv: Sigma 17-70 mm* (Empfehlung von Sina) und/oder Portraitobjektiv (Canon EF 50mm*)

→Mehr Tipps für Reise-Fotografie? Hier entlang!

Kalbarri Cliff Walks Westaustralien Highlight

Du brauchst noch ein bisschen Mut?

Diese Bücher haben mich intensiv vor der Weltreise begleitet:

  • Willst du normal sein oder glücklich? Robert Betz (Positive Psychologie – dieses Buch bzw. der Autor dahinter ist zwar etwas umstritten, doch ich konnte durch ihn negative Denkmuster durchbrechen, die mich davon abhielten, meine Wünsche wahr werden zu lassen.)
  • Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho (Macht positive Gedanken und Lust, ein bisschen mehr aus der Reihe zu tanzen und einfach man selbst zu sein – auch wenn es nicht so klingt.^^)
  • Das große Los, Meike Winnemuth (Meike gewann viel Geld bei Günther Jauch, reiste lange Zeit um die Welt und merkte am Ende: Ich hätte das Geld gar nicht gebraucht. Ein Buch, das motiviert, Träume anzupacken.
  • Das Café am Rande der Welt, John Strelecky (Einfach geschrieben und doch so voller Weisheiten, die den Blick auf das eigene Leben nachhaltig verändern können: Was ist der Sinn deines Lebens? Warum bist du hier? Absolute Leseempfehlung!)
  • The Gifts of Imperfection – Let go of who you think you´re supposed to be and embrace who you are, Brené Brown (Habe ich auf der Reise entdeckt und ist sofort zu meiner Selbstliebe-Fibel geworden. Ein unglaublich tolles, augenöffnendes Buch. Gibt es auch auf Deutsch: Die Gaben der Unvollkommenheit*

Trotzdem hast du irgendwie Angst? Dass ist vollkommen ok! Doch lass dich durch sie nicht daran hindern, deinen Traum zu leben.

Denn auch meine Entscheidung zur Weltreise war schnell getroffen, doch vor dem finalen Schritt, der Kündigung und dem Loslassen, hatte ich große Angst und hätte jeden Blogger verteufeln können, der über „Lebe deinen Traum“ geschrieben hat – weil ich dachte, ich hätte mich vielleicht verrannt, mich zu sehr beeinflussen lassen und konnte nicht verstehen, warum sich all all das „Tolle“ so unglaublich schmerzhaft anfühlt.

Mir hat es deshalb sehr geholfen, Bloggern zu folgen, die darüber schreiben, dass eben nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen ist und gewisse Dinge einfach Angst machen können – und dass das in Ordnung ist. Mehr noch: Angst zeigt uns, dass wir unsere Komfortzone verlassen. Ein wichtiger Schritt, um überhaupt wachsen zu können und ein erfülltes Leben zu führen.

Deshalb habe ich diesen Sommer meinen neuen Blog Soulflake – über die Freiheit wir selbst zu sein – ins Leben gerufen, auf dem ich auch mit schwierigen Gefühlen beschäftige, mit Konflikten, die in uns toben und wie wir diese annehmen können, um unseren eigenen Weg zu finden und zu gehen, z. B.: Die Angst vor Veränderung – und wie man sie besiegt

Ich freue mich sehr, wenn du reinschauen magst. 

Und ich freue mich auch, wenn du mich an deinen Weltreise-Plänen und Gedanken teilhaben lässt und ich dir vielleicht bei der einen oder anderen Stelle noch helfen kann. Schreib mir gern hier unten einen Kommentar, eine E-Mail an info@ferndurst.de oder eine Facebook-Nachricht

Holdriho, Sina


*Affiliate-Links: Wenn du über diesen Link ein Produkt bestellst, bekommen wir eine kleine Provision. Das hat jedoch nichts mit unserer 100-prozentigen Authentizität zu tun: Alle Produkte, die wir in unserem Blog vorstellen, sind von uns getestet und für absolut empfehlenswert befunden. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Kategorie Weltreise-Planung

Ich liebe es, ein Land langsam und intensiv zu bereisen - und das Glücksgefühl, das ich habe, wenn ein Ort mich in seinen Bann zieht. Im Dezember 2016 habe ich meinen Traum in die Tat umgesetzt und bin mit meinem Freund auf Weltreise gegangen. Jetzt lebe und arbeite ich überall auf der Welt, am liebsten in Hamburch, Bali und Thailand. :) Mein neuer Blog: www.soulflake.de mit Texten über die Freiheit, wir selbst zu sein. Mein Online-Kurs: www.blog-wings.de (Blog erstellen leicht gemacht)

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