Westaustralien Route – meine Highlights und Tipps für einen Roadtrip

Einmal im Leben mit dem Auto durch Westaustralien fahren … Auf unserer Weltreise machten wir diesen Traum wahr und fuhren im April 3.652 km durch die Kante. Wir kochten auf dem Gaskocher, schliefen in mystischen Wäldern oder an einsamen Stränden und entdeckten den Zauber der Langsamkeit wieder – irgendwo zwischen Weinanbaugebieten, Surfer-Hotspots, Muschelstränden und den schönsten Klippen der Welt (bis jetzt). Meine Westaustralien Route, Highlights und praktischen Tipps.

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In diesem Artikel (Lasst euch nicht von den durchgestrichenen Zahlen irritieren.):

 

Westaustralien Route für einen Roadtrip - der Strand von Kalbarri im Norden

Westaustralien Roadtrip: Praktische Tipps auf einen Blick

Auto mieten:

Wir haben nach intensiver Recherche unser Auto bei Wicked Campers gemietet, trotz einiger schlechter Bewertungen. Der Anbieter war einfach mit Abstand der günstigste. Alles hat reibungslos geklappt. Wir wurden letztlich sogar upgegradet und haben statt Auto + Dachzelt eine Art kleiner Bulli bekommen.

Tipp: Die Matratze in den Autos von Wicked Campers ist leider super hart, Bettdecken und Kissen sind nicht im Preis inbegriffen. Wir können nur empfehlen, in warmes Bettzeug und eine Matratzenauflage zu investieren, sonst werden die Nächte im Süden bei Herbsttemperaturen seeehr lang und seeehr kalt. Günstige Campingutensilien bekommt ihr z. B. im Big W rund um Perth.

Kosten: 1.400 AUSD (inkl. Zusatzversicherung)

Worst Case Autopanne – Wir hatten zwar keine Probleme, haben aber trotzdem bei Abholung des Autos einen kurzen Check durchgeführt, um bei einer Panne mit dem Auto gut vorbereitet zu sein:

  • Haben wir ein Reserverad? Wo ist das Reserverad? Oder gibt es ein Pannenset?
  • Falls die Batterie streikt und ihr auf Starthilfe angewiesen seid, immer an ein Starterkabel denken.
  • Ist der „Erste Hilfe Kasten“ vorhanden und vor allem gut bestückt?
  • Stehen Warnwesten und Warndreiecke zur Verfügung, um im Falle einer Panne auf euch und das Fahrzeug aufmerksam zu machen?
  • Bei längeren Touren, gerade in Westaustralien, ist auch ein Reserve-Kanister mit Benzin nicht verkehrt.

→Mehr:  Was im Falle einer Panne zu tun ist.

Westaustralien Roadtrip - Campen im Wald mit Morgenkaffee

Routenplanung (Kurzfassung):

Ich würde euch empfehlen, die Westaustralien Route so zu planen, dass ihr generell am Tag maximal eine Stunde im Auto sitzt (ca. 100 km). Dadurch bekommt ihr die Möglichkeit, länger an Orten zu bleiben, die euch spontan gut gefallen. Und fahrt einfach ein paar Tage später eine längere Strecke am Stück.

Meine Erfahrung ist, dass komplette Fahrtage ganz schön schlauchen können – je nachdem wie abwechslungsreich die Landschaft ist. Zu viele Fahrtage hintereinander können also die Roadtrip-Stimmung trüben. Das ist aber sicherlich eine Typfrage und nur meine subjektive Meinung – wie alles hier. ;-)

Du kannst dich nicht zwischen Süd- oder Nordwesten entscheiden?

Ich würde mich immer wieder für den Süden entscheiden, aber mich in den Herbst- und Frühlingsmonaten definitiv dicker einpacken. Im Süden könnt ihr auf kurzer Strecke unglaublich schöne und abwechslungsreiche Gegenden erkunden: türkise Buchten, Surferstrände, atemberaubende Klippen, Karri-Wälder, Weinplantagen … Hach!

Castle Rock am Cape Naturaliste:

Westaustralien Route im Süden - Roadtrip Highlight Castle Bay am Cape Naturaliste

Wenn du in den Norden Westaustraliens fährst: Kalbarri war unser Highlight (700 km von Perth entfernt). Vor allem die Coral Bay soll wunderschön sein – diese Region haben wir jedoch nicht mehr geschafft, da sie über 1.100 km von Perth entfernt liegt und wir die ganze Strecke auch wieder zurückfahren mussten.

Wunderschön wilde Strände bei Kalbarri:

Sonnenuntergang in Kalbarri- unser Highlight auf unserer Route im Norden Westaustraliens

Campingplätze:

Grandios hilfreich auf unserer Westaustralien Route: Die WikiCamps-App (z. B. im App-Store erhältlich)! Eine umfassende App, in der alle Campingplätze verzeichnet sind. Man kann z. B. nach Preis und Toilettensituation filtern, was für uns als Low-Budget-Reisende ohne Campertoilette sehr wichtig war. Wir haben vorab unsere Lieblingsschlafplätze markiert und dann während des Fahrens geschaut, welchen Platz wir für die kommende Nacht ansteuern könnten.

Kosten: ca. 5,50 Euro

Hinweis: Spätestens um 18 Uhr wurde es dunkel. Deshalb fuhren wir möglichst gegen 16 Uhr zum Campingplatz, um nicht im Stockdunkeln kochen zu müssen.

Roadtrip Westaustralien Campingplatz Shark Bay

Orientierung/Navigation auf der Westaustralien Route:

Wir nutzten die kostenlose App „Maps.me“ als Offline-Karte. Auch hier haben wir die Campingplätze markiert.

Geld abheben

In Westaustralien gibt es überall ATMs, an denen ihr Bargeld abheben könnt. Mit der DKB-Kreditkarte könnt ihr kostenlos Bargeld abgeben – leider werden jedoch die Gebühren, die von der Regierung teilweise erhoben werden, nicht erstattet. Dies ist nur bei der Santander Kreditkarte der Fall (Nachweise unbedingt bis 6 Wochen nach Quittungsdatum einsenden).

Ich reise nun schon seit 5 Jahren mit der DKB-Kreditkarte und wurde niemals enttäuscht. Hier könnt ihr euch informieren und euer DKB-Konto eröffnen und gleichzeitig Ferndurst sponsern, denn wir kriegen dafür eine Provision und danken euch sehr! Das ändert natürlich nichts an unserer Meinung.

Gesundheit first: Unsere Auslandskrankenversicherung

Bei den meisten Urlauben reicht eine einfache Auslandsreisekrankenversicherung. Hier zahlt ihr ca. zehn Euro pro Jahr und bekommt Arzt- und Krankenhauskosten, die auf eurer Reise anfallen, erstattet.

Solltet ihr allerdings länger als 56 Tage reisen, braucht ihr eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung. Wir haben uns nach intensiver Recherche für die von der Hanse Merkur entschieden, da diese das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Zum Einsatz gekommen ist sie jedoch Gott sei Dank nicht. Das Beste: Wir sind einen Monat früher nach Hause geflogen und haben das zuviel gezahlte Geld erstattet bekommen.

Westaustralien Roadtrip – Low Budget Tipps:

Ganz low budget geht nicht, so viel vorab. In 4 Wochen haben wir knapp 2.000 Euro pro Person ausgegeben, obwohlneb wir sehr aufs Geld geachtet haben. Dieses Sparfuchs-Leben war am Anfang noch sehr aufregend, irgendwann aber nicht mehr ganz so spaßig: im Norden gab es nämlich nur noch kleinere Tante-Emma-Läden und es wurde schweineteuer! 1,5 Liter Wasser können dann schonmal 5 AUSD kosten, ein vegetarischer Burger mind. 15 AUSD usw.

Deshalb empfehle ich, in Perth einen Großeinkauf zu starten. Es gibt Discounter-Supermärkte, die so genannten „Spudsheds“, in denen das Gemüse zum Teil sogar günstiger ist als bei uns Zuhause. Darüber hinaus bekommt man in großen Kaufhäusern wie dem „Big W“ preiswerte Kleidung, Campingausrüstung, Decken, Kissen etc.

Auch der Wein ist im Liquor Store neben dem zSpudshed wirklich bezahlbar – und dazu noch köstlich. Viele Sorten stammen nämlich aus der benachbarten Margarete River Weinregion. Eine Flasche gibt es ab 6 AUSD.

Günstig und lecker kochen – tolles Essen für einen Roadtrip:

Ein Tipp vorab: Zeit einplanen fürs Kochen!

Pro Abendessen haben wir sicherlich eine Stunde gebraucht. Wir hatten nur einen Campingkocher, einen kleinen Topf und eine Pfanne. Das heißt: Wasser zum Kochen bringen, Nudeln garen, beiseite stellen. Soße zubereiten. Alles dauert länger, aber genau das ist irgendwie auch das Tolle am Roadtrippen:

Man lässt sich Zeit, die Gedanken kommen zur Ruhe, man tauscht sich aus und genießt den Moment. Und auf einmal hat man plötzlich das Gefühl, dass der Tag viel mehr Stunden hat.

Als wir nach zwei Nächten zum ersten Mal einen bezahlten Campingplatz mit Küche buchten, haben mich die schnellen Herdplatten völlig gestresst und ich war froh, als ich endlich wieder langsam kochen konnte. ;-)

Unsere Lieblingsgerichte:

  • Morgens (besonders toll, wenn es kalt ist): Banane und Apfel kurz in Kokosöl anbraten, mit Honig karamellisieren, mit etwas Kokosmilch ablöschen, Müsli hinzu und alles ein paar Minuten lang zu einem sämigen Brei köcheln lassen. Am Schluss noch etwas Zimt und Nüsse drüber – yummie! Ansonsten haben wir uns Müsli mit Obst gemacht oder auch mal Fertig-Pancakes mit Obst.
  • Mittags haben wir meist nur Snacks gegessen: Obst und Sandwiches. Ein Glückstag war, wenn etwas vom Abendessen übrig blieb, das wir schnell warmmachen konnten.
  • Abends: Im Süden, wo es kälter war, haben wir vor allem selbst gemachte Gemüsesuppen mit Chili und Knofi gegessen, die uns schön von innen gewärmt haben; später auch Nudeln mit Gemüse-Tomatensoße, Salat mit Kichererbsen, Petersilie und Zitronendressing oder auch: Spinat mit Kartoffelbrei und Ei (hat seehr lang gedauert^^).

Westaustralien Route – Planung und Wetter (beste Reisezeit)

Die Wege in Westaustralien sind lang. Jaja, das hatten wir oft gelesen und gehört und dachten uns: Das wuppen wir schon. Wir fahren erst einmal gemächlich von Perth aus in den Süden, soll ja noch warm sein: laut Wetter-App so 18-24 Grad, nachts nur 10 Grad, da machen wir es uns richtig muckelig in unserem Camper.

Und anschließend fahren wir gemütlich in den Norden, vielleicht hoch bis zur Coral Bay, wir haben ja schließlich 24 Tage Zeit. Das wird super.

Hahaha. Nicht.

Also ja, unser Roadtrip war toll, aber:

Am dritten Tag, an dem wir über 250 km juckeln mussten und uns noch viele weitere „Fahrtage“ bevorstanden, wenn wir das alles „schaffen“ wollten, schmissen wir unseren Plan.

Wir waren bereits in Albany angekommen, hatten traumhafte Tage in Margarete River in unserem Herzen, wollten weiter an die schneeweißen Strände von Esperance, …

Doch das Wetter schlug um, es regnete, es war windig und nachts schweinekalt. Unsere Thailand-Schlafsäcke reichten nicht mal ansatzweise aus, um uns zu wärmen und auch die dicke Decke, die wir dann doch noch gekauft haben, half nur, wenn man sie bis über den Kopf zog, um die kalte Nasenspitze zu bedecken.

Schweren Herzens nahmen wir also am nächsten Tag die Route zurück nach Perth. Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, der Süden Westaustraliens hat uns unfassbar gut gefallen – doch wenn man nicht nur im Auto sitzen möchte und eine begrenzte Zeit vor Augen hat, muss man diese Entscheidung leider doch treffen.

Beste Reisezeit für den Süden Westaustraliens

Deshalb unser Tipp: Wenn ihr im Sommer nach Westaustralien reist (November bis Februar) würden wir euch absolut den Süden empfehlen. Für die Herbst- und Frühlingsmonate packt euch dickere Klamotten für die Nächte ein, spart nicht an Schlafsack und gemütlichen Kissen und meidet vielleicht doch lieber den Winter für einen Westaustralien-Roadtrip durch den Süden.

Beste Reisezeit für den Norden Westaustraliens – und Stichwort Fahrtzeiten

Im Herbst und Winter ist es im nördlichen Westaustralien weitaus angenehmer als im Süden – wobei die Temperaturen erst ab Kalbarri deutlich zunahmen – und das ist dann schon 700 km von Perth entfernt.

Da man nur maximal 110 kmh auf Australiens Straßen fahren darf und auch die eine oder andere Pause einlegt, ist man seeehr lange unterwegs.

Wir haben für 300 km inklusive 1,5 Stunden Pause knapp fünf Stunden gebraucht.

Das waren fünf lange Stunden, quer durch eine wüstenähnliche Landschaft. Im Süden gibt es auf einer vergleichbaren Strecke auf jeden Fall weitaus mehr Augenschmäuse.

Je weiter ihr Richtung Norden fahrt, desto wüstenähnlicher und wärmer wird es. Haben wir uns im Süden noch die Füße abgefroren, schwitzen wir an der Shark Bay um die Wette. Deshalb würden wir euch empfehlen, den Norden in den Sommermonaten (Nov-Feb) nicht unbedingt anzusteuern. Hierfür ist der Herbst, Winter und Frühling besser geeignet.

Westaustralien Route: Lange Straßen auf einem Roadtrip im Norden


Zehn Tage im Süden Westaustraliens – Unsere Route und Lieblingsorte

Unsere Route im Süden würde ich jedem empfehlen und jederzeit wieder machen. Das Einzige, was ich ändern würde: Mehr Zeit nehmen, um diese unglaubliche Gegend mit allen Sinnen aufzusaugen, eine Weinprobe zu machen, die Karri-Wälder zu erkunden, eine Wanderung am Cape Naturaliste einzuschieben und, und, und …

Die Region rund um Margarete River ist einfach unglaublich schön und abwechslungsreich.

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Westaustralien Süden - Route

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1. Station: Perth: -31.952700, 115.860000
2. Station: Belvidere Campground (in der Nähe von Binningup): -33.149100, 115.697000
3. Station: Ironstone Gully Falls (bei Capel landeinwärts abbiegen): -33.551300, 115.562000
4. Etappe: Cape Naturaliste und Yallingup: -33.639500, 115.026000
5. Etappe: Umgebung um Margarete River: -33.953200, 115.077000
6. Etappe: Conto´s Beach: -34.098500, 114.995000
7. und 8. Etappe: Elephant Rocks und Albany: -35.026000, 117.238000
7. und 8. Etappe: Elephant Rocks und Albany: -35.024800, 117.884000
Zwischenstopp: Castle Rock am Cape Naturaliste: -33.583200, 115.100000
Zwischenstopp: Geographe Bay: -33.657000, 115.271000
Zwischenstopp: Bunker Bay am Cape Naturaliste: -33.543600, 115.031000
Zwischenstopp: Canal Rocks bei Margarete River: -33.670500, 114.996000
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1. Station: Perth
Perth Western Australia, Australien
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2. Station: Belvidere Campground (in der Nähe von Binningup)
Binningup Western Australia, Australien
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3. Station: Ironstone Gully Falls (bei Capel landeinwärts abbiegen)
Capel Western Australia, Australien
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4. Etappe: Cape Naturaliste und Yallingup
Yallingup Western Australia, Australien
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5. Etappe: Umgebung um Margarete River
Margaret River Western Australia, Australien
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6. Etappe: Conto´s Beach
Contos Road Western Australia, Australien
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7. und 8. Etappe: Elephant Rocks und Albany
Elephant Rocks Western Australia, Australien
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7. und 8. Etappe: Elephant Rocks und Albany
Albany Western Australia, Australien
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Zwischenstopp: Castle Rock am Cape Naturaliste
Castle Rock / Castle Point Western Australia, Australien
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Zwischenstopp: Geographe Bay
Geograph Bay Road Western Australia, Australien
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Zwischenstopp: Bunker Bay am Cape Naturaliste
Bunker Bay Road Western Australia, Australien
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Zwischenstopp: Canal Rocks bei Margarete River
Canal Rocks Western Australia, Australien

 

1. Etappe: Ankommen in Perth oder Fremantle

Empfehlung: 1-2 Nächte in Perth oder Fremantle

In Perth blieben wir knapp 3 Tage, akklimatisierten uns nach drei Monaten Reisen durch Asien und erkundeten die Stadt. Gut gefallen hat uns vor allem der Kings Park. Auch das Viertel Northbridge rund um die Kunstgalerie war nett.

Unsere Unterkunft in Perth: AirBnB im Viertel Rossmoyne, sehr nette Familie, die uns herzlich aufgenommen hat. Die Gegend selbst ist gutbürgerlich bis reich – etwas gewöhnungsbedürftig nach drei Monaten Asien. Sehr ruhig, sehr sauber, sehr gediegen, direkt am wunderschönen Canning River gelegen, Delfine inklusive!

Am Ende unseres Roadtrips übernachteten wir in Fremantle bei Maria. Diese Kleinstadt direkt bei Perth können wir jedem empfehlen, der kunst- und kulturinteressiert ist, alternative Cafés mag und gern umherschlendert. Fremantle hat unglaublich viel zu bieten und ein tolles Flair – und bildet ein ziemlich starkes Kontrastprogramm zu Perth.

Das Air-BnB selbst hat uns auch super gefallen. Das geräumige Zimmer mit gemütlichem Bett war nach drei Wochen Schlafen auf Gymnastikmatte wie heaven on earth.

Hier schenke ich dir einen Gutschein für deine erste Buchung bei AirBnB.

Ausblick vom Kings Park in Perth

2. Etappe: Auto abholen, einkaufen und erste Rast am Binningup Beach

Und dann war es endlich soweit: Nach ein paar Tagen holten wir unser Auto ab und starteten unseren Roadtrip durch Western Australia! Was für ein tolles Gefühl.

Da das Einkaufen im Spudshed viel Zeit in Anspruch nahm, fuhren wir an diesem Tag nicht mehr weit und übernachteten in einem kleinen Wald. Fünfzehn Gehminuten entfernt wartete ein einsamer, kilometerlanger Dünenstrand auf uns – ein wunderbar authentischer Einstieg in unsere Rundreise.

Am Abend zelebrierten wir unsere erste Campingkocherei mit gutem Vinum aus der Margarete River Region – mit Plastikbechern natürlich.

  • Campingplatz: Belvidere Campground im Leschenault Peninsula Conservation Park, ca. 8 AUSD pro Nacht pro Person, Buschtoilette.
  • Kilometer: ca. 145 km
  • Fahrtzeit: mind. 1,5 Stunden

Start unserer Westaustralien Route: Roadtrip bis zum Binningup Beach

3. Etappe: Chill-Tag im Wald

Empfehlung: 1 Nacht

Auch am zweiten Tag ließen wir es langsam angehen und steuerten nach einem Bettdecken-Einkauf im Big W frühzeitig einen Campingplatz im Wald an. Wir genossen den Nachmittag zwischen den riesigen Bäumen, spannten unsere Hängematte auf, spazierten ein bisschen durch die Natur und ließen das aufregende Roadtrip-Gefühl erstmal sacken.

  • Campingplatz: Ironstone Gully Falls, Buschtoilette, umsonst
  • Kilometer: knapp 80 km
  • Fahrtzeit: ca. 1 Stunde

Westaustralien Roadtrip Umsonst Campingplatz Ironstone Gully Falls

4. Etappe: Highlights über Highlights am Cape Naturaliste

Empfehlung: 2-3 Nächte (oder mehr)

Und dann bekamen wir doch Hummeln im Hintern und wollten mehr von dem Wow-Australien entdecken, von dem wir schon so viel gehört hatten. Wir sollten nicht lang warten müssen.

Wir brachen früher am Morgen auf und hielten spontan an der Geographe Bay: Weißer Pudersand, türkises, seichtes Wasser, ein paar Standup-Paddeler, kleine Büsche mit Blüten, an denen sich Bienen und Schmetterlinge tummelten. Ein Platz, der du dazu einlädt, ein Buch zu schreiben … Hachja.

In meiner Euphorie begann ich – warum auch immer – zu joggen (das erste und einzige Mal in diesem Jahr) und fühlte mich ein bisschen wie Jenneiniifer Aniston in einem ihrer Liebes-Schnulzen-Filme.

Als mich die Realität allmählich wieder hatte, wusch ich mich dann doch mal (im Meerwasser) und hüpfte freudestrahlend zum Camper zurück. Hier hätte ich definitiv gern eine Nacht verbracht!!

Westaustralien Route Highlight Geography Bay

Nächster Stopp: Castle Bay. Eindruck: Einfach nur wow.

Ein türkiser Traum an rötlichen Felsen. Man kann umherklettern, ein bisschen wandern und vor allem die sagenhaften Ausblicke über die Bucht genießen.

Westaustralien Route Roadtrip im Süden zum Castle Rock am Cape Naturaliste

In dieser Region gibt es viele weitere, wunderschöne Strände, an denen man gut baden kann. Der Wellengang ist sehr niedrig, an manchen Buchten ist das Wasser spiegelglatt. Wir erkundeten z. B. noch die Bunkers Bay, ein sehr breiter, heller Sandstrand, der vor allem bei Anglern beliebt ist.

Bunkers Bay im Süden Westaustraliens am Cape Naturaliste

Bunkers Bay im Süden Westaustraliens am Cape Naturaliste

Tipp: Am Cape Naturaliste gibt es tolle Wanderwege. Wenn ihr Lust habt, nicht nur im Auto zu sitzen, sondern die wundervolle Natur zu erkunden, plant in dieser Region ruhig ein paar Tage mehr ein.

Surfers Paradise: Yallingup

Völlig geflasht fuhren wir zu unserem Zielort, dem Caravan Park in Yallingup. Und während im Radio der Song „Life is a beach“ lief, eröffnete sich vor uns ein magischer Blick auf Klippen, Ozean und massive Wellen – während die Sonne im Meer verschwand. Super unwirklich.

An dieser Küste tummeln sich viele Surfer. Tagsüber kann man sich auf Klippen oder an den Strand chillen und sich bei einem Käffchen und Kuchen in den Kunststücken verlieren.

Surfers Paradise in Yallingup Western Australie

  • Campingplatz: Leider gibt es in der Margarete River Region kaum kostenlose oder niedrigpreisige Stellplätze mit Buschklo. Deshalb mussten wir auf einen kostenpflichtigen Caves Caravan-Park ausweichen. Hier konnten wir aber wenigstens heiß duschen und die Campingküche nutzen. Kosten: ca. 15-20 AUSD pro Person. Zur Homepage und weiteren Tipps zur Margarete-River-Region
  • Kilometer: ca. 100 km
  • Fahrtzeit: Etwas über eine Stunde, bei den vielen Sehenswürdigkeiten am Cape Naturaliste sollte man meiner Meinung nach jedoch mindestens einen Tag einplanen.

5. Etappe: Surfer-Strände, Karri-Wälder und Weinanbau bei Margarete River

Empfehlung: Mindestens 2-3 Nächte (oder mehr)

Hach, hach, der vergangene Tag war so umwerfend, das wir jetzt schon das Gefühl hatten, keine Eindrücke mehr aufnehmen zu können. Doch wir wollten weiter, hatten ja noch viel vor …

Und so fuhren wir durch die wunderschöne Region rund um Margarete River, zum berühmten Surfer´s Point, den beeindruckenden Canal Rocks und im Anschluss durch märchenhafte Karri-Wälder zu unserem Zeltplatz „Conto´s“, das nächste Highlight (siehe 6. Etappe).

Für diese Region würde ich mir nächstes Mal auf jeden Fall mehrere Tage Zeit nehmen und dafür auf andere Stationen verzichten. Ich hätte sehr gern noch eine Weinprobe mitgemacht, das Örtchen Margarete River erkundet und einen ganzen Tag lang den Surfern beim Wellenreiten zugeschaut.

Letztlich kann man nie alles sehen, außer man hat endlos Zeit. Für mich ist es schöner, an einem Ort anzukommen, die Menschen und die Region intensiv kennen zu lernen und Eindrücke sacken zu lassen. Wir trafen aber auch Roadtripper, die in drei Wochen von Melbourne bis zur Coral Bay gereist sind. Menschen sind verschieden … ;-)

  • Kilometer: ca. 75 km (durch Margarete River bis Conto´s)
  • Reine Fahrtzeit: ca. 1 Stunde

Westaustralien Route Süden: Canal Rocks bei Margarete River

6. Etappe: Sprachlos an der Conto´s Bay

Empfehlung: 2 Nächte oder forever

Und wenn es am schönsten ist, wird es noch schöner. So ist es jedenfalls im Süden Westaustraliens.

Und so kamen wir nach diesen atemberaubenden Tagen zu einem noch krasseren Highlight:

Wir fuhren etwas übermüdet und voller Eindrücke auf den Platz mit Namen „Conto´s“, stellten unser Auto ab und gingen nichtsahnend in Richtung Meer, durch einen kleinen Waldabschnitt, rauf auf eine Klippe, die mit Büschen bewachsen war. Wir stiefelten, achteten auf unsere Füße und hoben irgendwann den Blick – für ein Bild, das so unwirklich war, dass ich mindestens eine halbe Stunde brauchte, um es fassen zu können.

Mutterseelenallein standen wir auf der Klippe, mit Blick auf weißen Sandstrand, türkises Wasser und noch mehr Klippen, die irgendwie an Schottland erinnerten, grün bewachsen, so friedlich und ruhig. Wir saßen da, meditierten, machten Yoga, bestaunten den Sonnenuntergang und konnten all das nicht glauben.

Westaustralien Route Roadtrip Highlight Conto´s Beach im Süden bei Margarete River

Westaustralien Route Roadtrip Highlight Conto´s Beach im Süden bei Margarete River

Das Ende einer Weltreise - und dann? Der Anfang von allem, begonnen in Westaustralien

Westaustralien Route Roadtrip Highlight Conto´s Beach im Süden bei Margarete River

Deshalb gingen wir am nächsten Tag voll bepackt mit Campingausrüstung noch einmal dorthin, um zu frühstücken. Der schönste Moment auf unserem Roadtrip!

Westaustralien Route: Frühstücken an der Conto´s Bay

7. und 8. Etappe: Fahrt nach Albany inkl. Zwischenstopp an den Elephant Rocks und Übernachtung im Wald

Wir wollten nach Esperance. Das Problem: Über 800 km. Deshalb entschieden wir uns, zunächst nach Albany zu fahren, eine tolle Gegend, die ungefähr auf der Hälfte der Strecke liegt.

Aber auch das war zu weit für einen Tag, wie wir nach drei Stunden Fahrt registrierten. Also übernachteten wir irgendwo im Nirgendwo, froren wie Sau, nur um völlig geschafft auch den nächsten Tag im Auto zu sitzen und nichts von der Umgebung mitzubekommen, die wieder einmal wunderschön war: Karri-Wälder, bezaubernde Ortschaften, Wanderwege, die Elephant Rocks …

Übernachtung im Wald bei Albany - Westaustralien Route und Roadtrip

Elephant Rocks bei Margarete River - Westaustralien Roadtrip

Schon jetzt formte sich der Gedanke: Es wird nachts zu kalt, wir können nicht gut schlafen, sind gerädert und können deshalb unseren Roadtrip nicht genießen. Wir sollten in den Norden aufbrechen, so schwer es uns auch fällt – und einige Orte von unserer Wunschliste streichen.

Als wir dann endlich an unserem Stellplatzziel, dem Cozy Corner bei Albany, ankamen, lagen unsere Nerven ziemlich blank. Das tagelange Fahren, die vielen Eindrücken, die sich irgendwie nicht setzen konnten, die kalten Nächte … all das hat ein wenig an uns gezehrt.

Also entschlossen wir uns am Abend, wieder Richtung Norden zu fahren. Das Wetter sollte umschlagen, die Nächte noch kälter, die Tage regnerischer werden. Es war eher eine Vernunftsentscheidung, unser Herz blockierte und bockten ein wenig rum.

Doch dann ging die Sonne über den blumenbewachsenen Wiesen der Cozy Corner unter, wir tranken den letzten Schluck Rotwein und entschieden uns, nicht länger zu hadern, sondern einfach alles so zu nehmen, wie es kommt.

Eine weise Entscheidung. ;-)

Cozy Corner bei Albany - wunderschöne Wiesen im Süden Westaustraliens

Roadtrippen ist am Ende irgendwie wie Pilgern. Du hast viel Zeit, kaum Internet oder Radioempfang, bist draußen in der Natur, ohne Dinge, die dich ablenken. Das kann zeitweise hart werden, je nachdem, wie viele Emotionen oder Gedanken erst noch sacken müssen, an welchen Stellen du im Leben stehst. Für uns war der Roadtrip richtungsweisend und eine der tollsten und schwierigsten Monate auf unserer Reise.

Hinweis: Bis nach Esperance, unserem Wunschort, wären es jetzt noch knapp 400 km gewesen, doch auch rund um Albany gibt es noch unglaublich viel zu entdecken. Deshalb würde ich für Albany und Esperance jeweils mindestens 3 Nächte einplanen.

9. Etappe: Zurück nach Perth (und einkaufen again)

  • Kilometer: 420 (durchs Inland)
  • Fahrtzeit: ca. 5 Stunden inkl. kurzer Pause

2 Wochen im Norden Westaustraliens – Route und Lieblingsorte (coming soon)

Ich werde diesen Artikel nach und nach erweitern. 

Alles Liebe aus Bali, eure Sina


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Kategorie Australien, Rundreisen, Traumstrände, Weltreise-Blog

Ich bin chronisch ferndurstig, lasse mich gern treiben, und liebe es, ein Land langsam und intensiv zu bereisen - und das Glücksgefühl, das ich habe, wenn ein Ort mich in seinen Bann zieht. Seit Dezember 2016 heißt es: Vollzeitreisen. Ich habe meinen Traum in die Tat umgesetzt und bin mit meinem Freund auf Weltreise gegangen. Jetzt lebe und arbeite ich überall auf der Welt, aber am liebsten in Hamburch, Bali und Thailand. :) Mein neuer Blog: www.soulflake.de mit Texten über die Freiheit, mehr wir selbst zu sein. Mein erstes E-Book: www.blog-wings.de (Blog erstellen leicht gemacht)

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