Ich habe die letzte Reise nie auserzählt, bis jetzt. Zumindest nicht auf Instagram.
Und so ist es doch immer, denke ich.
Wenn die Sonne lacht, die Palmen rauschen, die Luft erfüllt ist von Chili und Knoblauch und Räucherstäbchen und Tropen.
Dann ist mein Handy weg, das Internet aus. Ich sitze, ich starre. Türkis, Felsen, Mönche, Tempel, Ausblicke im Zug, im Boot, der heiße Wind, der fegt, nicht kühlt. Festhalten will ich das. Mit Augen, und Haut. Nur schauen, nur fühlen. Da. Ich bin da.
Bis ich, irgendwann, auf dem Balkon stehe, im geliebten Bangkok. Es ist nachts. Die Lichter gegenüber noch an.
Wäsche wird aufgehängt, ein Radio summt. Den Geschmack von Kokospfannkuchen noch auf der Zunge. Die Pflanzen sind riesig, wie aufgepumpt. Ich höre hupen. Fern, nah?
Dann klingelt der Wecker. Ich wusste es. Langsam gehe ich rückwärts, einen Schritt, zwei. Die Klimaanlage bläst mir in den Nacken, drückt die Tropenluft von mir weg. Nur noch ein letzter Blick, ein letztes Gefühl. Nur noch, nur noch. Dann ist die Tür zu. Der Raum dunkel. Es klopft. Und ich weiß: Das Taxi ist da. So ist es immer.
Aber nicht für immer.
Ferndurst.


