Im Januar 2026 war es endlich wieder soweit: 2 Monate Backpacking in Thailand standen vor der Tür. Von Bangkok reisten wir mit Kind über Ayutthaya und Kanchanaburi in den Süden – mit dem Zug nach Cha-Am und Sam Roi Yot bis nach Chumphon, dann in den Dschungel von Ranong, bevor wir (wie immer) in Krabi landeten. Über meine Erfahrungen, die Route und alle Tipps zu Orten abseits der üblichen Touristenpfade – inklusive dem, was ich nicht empfehlen würde.

*Offenlegung: Dieser Artikel enthält Affiliate Links. Für jede Buchung bekommen wir eine kleine Provision. Alles selbst getestet und gezahlt!
Hinweis: Ich reise seit über zehn Jahren durch Thailand und probiere jedes Jahr neue Routen und Orte aus. Falls du dich nur für eine Region entscheiden müsstest, nimm Krabi (von Dezember-April). Trotz seiner Popularität findest du hier noch Schätze, die Backpacking in Thailand wirklich gerecht werden. Auch mit Kind! Wenn du keine Lust und Zeit zum Planen hast und gern jemanden an deiner Seite hättest, die das für dich übernimmt: Thailand Reiseinspiration – ich helfe dir bei deiner Route
Backpacking in Thailand 2026 – Vorworte
„Wie schnell kann Zeit vergehen?“, denke ich, während ich hier an meinem Hamburger Küchentisch sitze.
Es ist 20:45 Uhr. Das Kind schläft. Draußen stürmt und hagelt es. Zwischendurch hat auch die Sonne geschienen. April, April. Und jetzt ist es schon August. Und ich schreibe noch immer diesen Text. In Etappen. Und blicke zurück.
Schon 2025 waren wir für drei Monate im Lieblingsland. Was für ein Abenteuer. Was ein Privileg. Die Zeit fühlte sich lang an. Wie aufgeblasen. Unser Kind hatte – wie wir – kein einziges Mal Heimweh. Erst am Abflugtag erzählten wir, dass es nach Hause geht. Erst am Abflugtag wollte ich das erste Mal auf einen Sonnenuntergang verzichten. Und erst am Abflugtag war ich reif für Zuhause.
Direkt in Hamburg angekommen, buchte ich den nächsten Flug. Wieder nach Thailand. Doch dieses Mal, zum ersten Mal mit Kind, nach Bangkok.
Ich weiß es noch, wie wir dann, Anfang des Jahres, unsere Wohnung an unseren Zwischenmieter übergaben. Er kam vom Flughafen, wir fuhren hin. Durch Eis und Schnee wie im Jahr davor. Und doch war dieses Jahr einiges anders.
Auf dieser Reise mussten wir arbeiten. Ich ein bisschen, mein Partner fast jeden Tag. Das hieß: mehr Struktur, etwas weniger Abenteuer.
Im Nachhinein entpuppte sich das für uns Langzeitreisende mit Kind als nicht schlecht.
Plötzlich war Zeit da – und Raum.
Denn unsere Routinen sorgten für Entspannung: weniger Packen. Organisieren. Denken. Und deshalb denke ich: Es war genauso gut, wie es war. Durch die freigewordene Zeit hatte ich Erkenntnisse, die ich so in den letzten Jahren nicht hatte. Ich war erholter. Und: Es gab zum ersten Mal im Urlaub Paarzeit am Abend, draußen auf der tropischen Terrasse.
Aber, und da will ich ehrlich sein: zwei Monate gingen schneller rum, als ich blinzeln konnte. Durch den „Alltag“. Die Zeit fühlte sich weniger intensiv an – und das Reisen in Kombination mit Arbeiten bedeutete auch Stress. Deshalb haben wir nach drei Wochen unsere Route umgeschmissen, weil wir sonst, an unseren arbeitsfreien Tagen, nur in Verkehrsmitteln gesessen hätten.
Doch darum soll es heute nicht gehen. Heute geht es ums Reisen.
Wir haben ganz neue Orte entdeckt, uns wieder einmal mehr in Thailand verliebt, sind mit Bus und Zug quer durchs Land getuckert, genau dorthin, wohin sonst nur wenige reisen. Nur um an Ende, wie immer, in Krabi und auf Koh Lanta zu landen. An bekannten Herzensorten zu versacken, unterm Sternenhimmel, im Türkisblau des Meeres und Karstfelsen vor der Nase.
Ich hoffe, ich kann euch heut ein wenig mitnehmen.
Praktische Tipps für diese Thailand Route
- Beste Reisezeit (für diese Route): Mitte Dezember bis März/April. Im Januar kann es „kühler“ werden, im April sehr heiß.
- Unsere Kosten für Backpacking in Thailand: Wir reisen mit kleinem Kind. Dafür müssen wir mehr Budget einplanen. Früher lagen wir bei ca. 20 Euro pro Nacht für unsere Unterkunft, jetzt sind wir bei mindestens 30 Euro im Bangkok oder im Norden, und eher bei 40-70 Euro im Süden – und das sind immer noch familiäre, recht einfache Unterkünfte (aber mit Klimaanlage, Zustellbett und gern auch mit Pool und Frühstück). Mehr zu Kosten in Thailand.
- Unterkünfte vorab buchen: Im Januar und Februar wird´s teuer – und vieles im Süden Thailands ist ausgebucht.
- Transport-Mittel: Wir haben alles genutzt – von Minibussen, über Züge, Tuk Tuks hin zu privaten Fahrern (App Grab ist empfehlenswert) -, doch am liebsten mögen wir das Reisen per Zug. Leider ist die Zugstrecke nicht so gut ausgebaut wie das Busnetz. Trotzdem ist es möglich, weite Teile per Zug zurückzulegen. Nachtzüge müsst ihr im Voraus reservieren, wir machen das über 12Go*. Auch Express-Züge lieber vorab buchen. Regionalzüge, Minivans, private Fahrer und Speedboote/Fähren könnt ihr spontan reservieren, auch über 12Go*, im Touristenbüro oder vor Ort in eurer Unterkunft.
- Geld abheben in Thailand: Geht überall am ATM-Geldautomaten. Wir reisen seit Jahren mit der DKB-Visa-Card.*
- Kranksein in Thailand? Die medizinische Versorgung ist gut ausgebaut. Nur: Denkt an eine Reiseversicherung! Wir sind mit der HanseMerkur* sehr zufrieden – alle Arztkosten wurden erstattet.
- Was muss mit – und was nicht? Unsere Packliste für Thailand findest du hier – genauso wie unsere Reiseapotheke. Vor allem mit Kind auch einen Blick wert.
Backpacking in Thailand: unser bester Flug mit Kind
Wir flogen von Hamburg nach Bangkok mit Emirates. Kosten: ca. 800 Euro pro Person. Umstieg in Dubai (ca. 2-4 Stunden Aufenthalt). Insgesamte Reisedauer: rund 16 Stunden (Flüge je ca. 6 Stunden). Das dritte Jahr in Folge sind wir so geflogen. Unser Kind hat immer auf beiden Flügen ca. 3-4 Stunden geschlafen. Ansonsten: Bordentertainment. ;-) Wir hatten alle keinen Jetlag und fanden es wirklich angenehm so.
Buchungstipp: Wir recherchieren unsere Flüge mit Skyscanner und Google Flights und vergleichen hier für 2-4 Wochen die Preise. Meist buchen wir dann direkt auf der Seite der Airline. Die letzten drei Jahre haben wir so knapp 800 Euro pro Person gezahlt.

Worauf wir beim Backpacking in Thailand mit Kind achten
- Nachtflug buchen und abends ankommen.
- Orte mit möglichst guter Infrastruktur wählen – zu Fuß beim Minimarkt und Restaurant sein können? Gold wert.
- Pool oder direkt am Meer sein hilft. Hilft viel!
- Klimaanlage ist für uns wichtig ab Februar.
- Dreibettzimmer bzw. Zustellbett-Option, damit wir überhaupt schlafen.
Bangkok – Backpacking in Thailand (mit Kind)
- Empfehlung: 3 Nächte
- Unser Hotel: Charlie House Pinklao*– Kosten: ca. 30 Euro pro Doppelzimmer mit Klimaanlage und Pool in tropischer Dschungel-Atmosphäre.
Nach sechszehn Stunden unterwegs, begrüßte uns die Tropenluft wie Zuckerwatte. Endlich wieder Bangkok. Wie hatte ich die Hauptstadt vermisst. Diese glitzernde Metropole, das Laute, das Verstopfte, die Märkte und Gerüche. Was ich in Deutschland verabscheue, lässt hier mein Herz höher schlagen – vielleicht wegen der Mönche, die überall meinen Weg kreuzen?
Ein Flughafen-Taxi brachte uns für knapp 600 Baht über Mautstraßen zur Unterkunft. Das erste Mal Bangkok mit Kind. Wir klebten an der Scheibe, bewunderten die funkelnden Lichter in der Dunkelheit. Und obwohl ich alles aufsaugte, als wär ich zum ersten Mal in der Millionenmetropole, war ich froh, dass wir einen Nachtflug gebucht hatten. Denn das hieß: Wir kamen abends an und konnten schnell ins Bett.
Taxi-Tipp: Nicht von Fahrern anquatschen lassen, sondern einfach ein Ticket am Public-Taxi-Stand ziehen. Du bekommst eine Nummer, wirst abgeholt und steigst in ein Taxi mit „Taxometer“, das pro Kilometer abrechnet.
Neues Hotel in Bangkok und neue Hood
Das Hotel „Charlie House Pinklao* war, wie von Elisa beschrieben, eine kleine Oase mit Pool im Viertel Pin Klao, die Riesen-Blätter und Tropenpflanzen hell erleuchtet. Wir schmissen unsere Sachen in die Zimmer (mit Kind buchen wir zu Beginn meist zwei Zimmer), bestaunten das große Doppelbett und waren gleich wieder auf der Straße. Streetfood lockte, die kleine Gasse runter, und ab auf die Hauptstraße: Märkte um Märkte, diese hier sollte die nächsten Tage unsere Lieblingsgarküche werden. Was ein Ankommen. Was ein Start.
Am nächsten Morgen, und einem Nescafé auf dem Balkon später, entschieden wir, was wir in Bangkok unternehmen wollten. Jede*r durfte entscheiden. Das Kind war fürs
- Discovery Museum (kann man gut machen mit Kindern, Eintritt frei),
- ich für den Wat Arun zum Sonnenuntergang (HIGHLIGHT),
- mein Partner für eine Fluss-Tour durch die Klongs – perfekt!
Wir fuhren mit dem Taxi, und waren in wenigen Minuten am Pier der öffentlichen Fähre. Die brauchte uns zum Wat Arun, dem Tempel der Morgenröte, mit tausenden Mosaiksteinen beklebt.
Tipp für den Wat Arun & Sightseeing in Bangkok: einfach die öffentliche Fähre nehmen. Stationen sieht man bei Google Maps. Sie fährt alle paar Minuten und kostet nur wenige Baht. Am Wat Arun gegen 17 Uhr ankommen. Wir mussten kaum anstehen und konnten bei Sonnenuntergang das Meisterwerk einer Tempelanlage bestaunen.
Und dann? Dann nahmen wir, abenteuerlustig wie wir waren, den öffentlichen Bus, hielten die Nasen aus dem Fenster, starrten in die dunkle Nacht, die leuchtenden Lichter von Bangkok und genossen unser Abenteuer. Ein Wunder, das wir ankamen.
Denn: Nirgends gab es Bushaltestellen. Dafür hilfsbereite Thailänder*innen, die uns zeigten, wo wir einsteigen mussten. Mir ist noch immer schleierhaft, woher sie wissen, wo Busse abfahren, wenn es doch keinerlei (!) Zeichen gibt. Wir wissen jedenfalls einmal mehr: Backpacking in Thailand – geht auch mit Kind!
Mehr Tipps?
Schaut gern in diesen Artikel über Bangkok rein oder in mein Buch „105 Gründe, Thailand zu lieben“, mit vielen Kapiteln zu Bangkok – und den besten Tipps.
Ayutthaya: im Baumhaus bei Ga
- Empfehlung: 2-3 Nächte
- Hotel-Tipp: Baumhaus von Ga, etwas außerhalb von Ayutthaya. Ab ca. 40 Euro pro Nacht, inkl. Frühstück.
Nach drei gemächlichen Ankommens-Nächten in Bangkok ging es weiter nach Ayutthaya, der einstigen Hauptstadt von Thailand, mit Tempelruinen, Nachtmärkten und auch ziemlich viel Verkehr.
Wir nahmen den 3.-Klasse-Zug ab Bangkok, fuhren von unserem Hotel einfach zum nächsten Bahnhof, den uns Google Maps ausspuckte, kauften ein Ticket für wenige Euro und saßen drin: auf Holzbänken. Der Wind wehte uns um die Nase, ganz hinten Mönche im abgesperrten Bereich. Unser Kind bekam Geschenke noch und nöcher, quatschte mit einer Thailänderin und ich dachte: Wie habe ich das vermisst – Zugfahren in Thailand!
Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir am Bahnhof in Ayutthaya an und trafen sie endlich wieder. Ga. Diese bezaubernde Frau, die ein Baumhaus in der Nähe von Ayutthaya gebaut hat – und das heißt in idyllischer Ruhe weitab vom Verkehr und Trubel der Stadt. Die, die uns köstliche „Boat Noodles“ kredenzte, unbekannte Tempel und Museen zeigte und mit unserem Kind UNO spielte, während es aufgeregt von seiner Kayak-Tour zu den Elefanten erzählte.
Von Ayutthaya selbst sahen wir dieses Mal nicht viel – denn mein Partner hatte sich erkältet und mein Knirps und ich blieben einfach bei Ga. Mehr Tipps zu Ayutthaya? Schau gern in unserem Artikel vorbei. Auch im Buch gibt es alle neusten Tipps zu Ayu, wie die Bewohner*innen die Kleinstadt liebevoll nennen.
Tipps: Im Januar kann es kühl werden am Abend und Morgen. Einen warmen Pulli und Socken einpacken.
Kanchanaburi: unterschätzte Kleinstadt
- Empfehlung: mind. 3 Nächte, lieber länger.
- Anreise: ca. 2-3 Stunden ab Bangkok per Zug oder Bus. Oder mit privatem Fahrer ab Ayutthaya (dafür einfach Ga fragen).
- Unser Hotel-Tipp: R2 bed & Pool* – Dreibettzimmer mit Frühstück für ca. 35 Euro. Vor Ort günstiger. Wir verlängerten unseren Aufenthalt und konnten ein Zimmer mit Balkon buchen, was günstiger und besser war – das war jedoch online nicht verfügbar. Auch toll: Bamboo House*, direkt am Fluss.

Entschuldigung? Was ist das denn bitte für eine Stadt? Am Fluss im Westen Thailands gelegen bietet Kanchanaburi das, was ich von einer thailändischen Kleinstadt erwarten würde: Garküchen, Obststände, günstige Unterkünfte und gleichzeitig diese sagenhafte Natur des angrenzenden Nordens drumherum.
Berge am Horizont erahnbar, der berühmte River Kwai, der sich mitten durchschlängelt, Tempel, die am Ufer thronen. Und gleichzeitig eine unaufgeregte Atmosphäre, die Hot Spots eben nicht bieten.
Die Sehenswürdigkeiten sind schnell erkundet, und so bleibt am Ende einzig und allein, alles nochmal zu machen:
- den Skywalk mit Bummel über die Promenade, wo Thai-Familien ihren Feierabend genießen,
- die Bootsfahrt zur die River Kwai Brigde mit dem Tempel „Wihan Phra Phothisat Kuan Im“ nebendran (Eintritt kostenlos),
- die Wasserfälle in der Umgebung,
- den Sinakarin Lake.
Oder eben da zu bleiben, wo es einem (mit oder ohne Kind) am besten gefällt: in der familiären Unterkunft, am Pool, beim Frühstücksbuffet im Schnack mit anderen oder im besten Restaurant der Stadt.
Für wen ist Kanchanaburi etwas? Für alle, die länger in Thailand weilen, Wasserfälle bestaunen wollen und/oder eine unaufgeregte Kleinstadt mit buddhistischer Kultur in sagenhafter Natur bestaunen wollen.
Cha-Am: JA für Backpacking in Thailand mit Kind
- Wie lange? Mind. 2 Nächte zum Ankommen, am Meer.
- Anreise: ca. 3-4 Stunden mit Zug ab Bangkok. Oder per privatem Fahrer ab Kanchanaburi.
- Unser Hotel: Condo (Wohnung via Airbnb), absolute Empfehlung. Riesiger Pool, direkt am Meer. Garküchen drumherum. Beste!
- Hinkommen: Easy mit Zug ab Bangkok. Auch Busse oder private Fahrer fahren. Am besten über 12Go* informieren.
Mit meiner Cousine im Gepäck nahmen wir uns eine private Fahrerin über Grab bis nach Cha-Am, und checkten in ein Condo ein, was für mich ein Highlight der gesamten Reise bleiben sollte: denn, auch wenn Cha-Am irgendwie geisterhaft wirkte, viel Leerstand, kaum Tourismus, würde ich sofort wiederkommen – und auch längere Zeit hier verbringen.

Ein riesiger Pool fürs Kind, mit Meerblick für mich, Suppenküchen und Roti (thailändische Pfannkuchen) direkt davor, eine Garküche zum Mittag, Obststand nebenan. Und meine Lieblingscousine, die einen Kilometer weiter wohnte, nur einen Strandspaziergang entfernt, an einem Strand, an dem abends ausschließlich thailändische Familien picknickten. Eintauchen at its best. Lieb ich!
Und: Das Condo hatte auch ein kleines Coworking. Dort arbeiten? Wie Urlaub.
Ania und Daniel haben übrigens ein nachhaltiges Elefanten-Camp in Cha Am besucht – mehr dazu in meinem Buch.
PS: Cha-Am liegt nur einen Katzensprung von Hua Hin entfernt. Hier hat es mir aber tatsächlich gar nicht gefallen. Wirkte wie Disney Land in klein. Sehr touristisch, voll. Kontrastprogramm zu anderen Orten.

Sam Roi Yot: Backpacking in Thailand abseits der Massen
- Wie lange? 3 Nächte.
- Anreise: ca. 1 Stunde ab Cha Am per Zug (einfach den Regionalzug nehmen, fährt mehrmals täglich). Fahrpläne findest du auf Google Maps. Tickets vor Ort am Schalter.
- Unser Hotel-Tipp: S&F villa Sam Roi Yot* – ca. 35 Euro pro Nacht. Ein ganzes Haus mit drei Zimmern für uns, ein erfrischender Pool, mit Salzwasser gefüllt, ein günstiges Thai-Restaurant wenige Meter entfernt und der liebe Kit, der alles organisiert, ohne ein Wort Englisch zu sprechen und seiner Frau, die das beste Curry zum Frühstück macht. Unser Kind wollte es jeden Tag.
Wieder ein neuer Ort, eine bezaubernde Gegend. Atemberaubend ist hier wirklich ein passender Ausdruck.
Wir mieteten uns einen Roller in unserer Unterkunft, tuckerten durch menschenleere Straßen, durch Dörfer, vorbei am Riesen-Buddha, sahen Wasserbüffel baden, fuhren im Longtailboot durch einen Lotusblütensee (spätestens 15:30 Uhr kommen, sonst trifft man unter Umständen niemanden mehr an), umrahmt von imposanten Felsen, wanderten zur Phraya Nakhon Höhle, die mir die Tränen in die Augen trieb, so schön war dieser Anblick – und dann das Meer. Die Hängematten. Garküchen etwas abseits, Suppenküchen an der Hauptstraße.
Aber, und das war der Knackpunkt, wir mussten arbeiten.
Also quetschten wir Ausflüge dazwischen, waren busy, busy vom Erleben, busy vom Arbeiten, busy von der Care-Arbeit, mussten noch Tickets für die Weiterfahrt organisieren, eine halbe Stunde zum Bahnhof, dann war der Express-Zug nach Chumphon ausgebucht. Entscheidungen treffen, Arbeiten, Organisieren.
Wir merkten: Sam Roi Yot ist etwas für länger, oder nur zum Genießen. Alles auf einmal in Kombination mit Arbeiten war leider zu viel.
Meine Empfehlung: hin da, und Zeit nehmen.
Tipps: Mit Kind haben wir uns den ersten Aufstieg zur Phraya Nakhon Höhle „gespart“ und sind mit dem Longtail-Boot für 200 Baht pro Person gefahren. Von der Anlegestelle, einem weißen Strand, sind es dann nochmal ca. 30 Minuten Aufstieg bis zur riesigen Höhle.
Planst du gerade deine Thailand-Reise?
Siehst du den Wald vor lauter Stränden, Hotels und Tipps nicht mehr? Weißt du nicht, wie du all das verbinden sollst, was du dir wünschst – und welche Unterkünfte und Orte genau das bieten, was du brauchst (und welche nicht)? Dann schau mal hier: Ich biete eine individuelle Thailand-Reiseplanung an, ganz ehrlich, abgestimmt auf deine Bedürfnisse. Garantiert ohne KI.
Chumphon
- Wie lange? Mind. 2 Nächte. Lieber länger!
- Anreise: per Zug. Ab Sam Roi Yot fuhren wir knapp vier Stunden mit dem Bummelzug für einen Euro an der Küste entlag. Schneller geht´s per Express. Dieser ist jedoch kurzfristig oft ausgebucht. Deshalb lieber vorher Ticket bei 12Go* reservieren.
- Hotel-Tipp für Backpacker: LifeBeach1* – es gibt Zimmer mit Ventilatoren und Klimaanlage. Wir buchten zwei Stück und schliefen super. Es ist eher ein Homestay, mit Gemeinschaftsbad. Nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Für den Preis ab 12 Euro ´ne Wucht!
Chumphon. Ich liebe Chumphon. Vor allem den Strand: weißer Sand, tosende Wellen, türkises Meer und Garküchen direkt an der „Promenade“.
Zum ersten Mal seit Jahren war ich wieder hier, einiges hat sich verändert, vieles auch nicht. Die Garküchen gibt´s noch immer, die Seele auch. Ein paar neue nette Hotels kamen dazu. Und Homestays. Wir waren in einem: Liebe Familie, der Preis ist ne Wucht – und, das Wichtigste – wir schliefen wunderbar.
Hinweis: Chumphon wird meist nur als Umsteigeort für Koh Tao/Koh Phangan erwähnt, kaum als eigenständiges Ziel. Dabei hat der Ort und die Umgebung viel zu bieten. Einen Nachtmarkt, Aussichtspunkte, Schnorcheltrips. Tipps auch im Buch.
Welcome to the jungle: Ranong – ja oder nein?
- Wie lange? Mind. 2 Nächte.
- Anreise: per Minibus bis Ranong, von dort mit Taxi. Oder gleich mit privatem Fahrer.
- Hotel-Tipp für Backpacker: Ecologic-Resort for Charity*. Der Blick, die Zimmer, der „Purpose“ – omg! Ihr unterstützt eine Schule und einen Bio-Garten. Absolute Empfehlung. Aber: Ausflüge buchen! Es gibt gläserne Deluxe-Bungalows mit Klimaanlage und 2 Betten für ca. 70 Euro/Nacht oder auch Ventilator-Bungalows mit offenem Bad für knapp 20 Euro/Nacht. Beides absolut empfehlenswert.
Nach nur einer Nacht in Chumphon mussten wir leider schon weiter. Die Fahrt nach Ranong war das Highlight: Die Landschaft müsst ihr sehen. Vielleicht eine der schönsten des Landes. Dschungel, Hügel, Grün überall. Genau das hätte mir, für diese Reise, tatsächlich auch gereicht: durchzufahren.
Doch wir blieben. Drei Nächte. Das eigentliche Highlight der Reise, ein Eco-Resort mitten im Dschungel, entpuppte sich für uns als „Zuviel“ oder „Zuwenig“ – aber dafür kann das Resort nichts.
Mein Partner arbeitete, ich war mit meinem Fünfjährigen allein. Ohne Pool, kein Meer in der Nähe, kein Minimarkt, keine anderen Restaurants, und somit: keine Abwechslung. Die Ausflüge waren ausgebucht. Wasserfälle, Inseln – all das hätten wir erleben können. Und taten: in der Hitze schmoren. Naja, und im Fluss plantschen, im Spielhaus spielen, einem Kochkurs beiwohnen (den ich so leider nicht empfehlen würde), das Gelände erkunden, einen Gärtner-Kurs belegen und Ausblicke genießen. Und trotzdem: Es fehlte was.
Rangong ja – aber mit Kind UND Arbeit: eher nein
Ich weiß jetzt, ich liebe Orte abseits vom Tourismus, aber ich brauche mit (kleinem) Kind mehr „Convenience“ als früher. Also: Alles vor der Tür, was ich zu Fuß erreichen kann. 7-Eleven oder Minimarkt, Obststand, Garküche. Das Meer – oder einen Pool. Infrastruktur. Unabhängigkeit, ja so würde ich es nennen.
Dieser Ort war in diesem Setting nicht für uns gemacht. Als Abstecher beim Backpacking in Thailand, wenn man z. B. weiter auf die nah gelegene Insel Koh Phayam möchte, aber absolut empfehlenswert.
Koh Kho Kao (bei Khao Lak) für Ruhesuchende
- Wie lange? 2-3 Nächte
- Für wen geeignet? Ruhesuchende. Für mich ist die Insel zu klein, und dafür dann leider zu wenig paradiesisch.
- Unser Hotel: Pranee Beach Bungalows. Super! Direkt am Strand, Restaurant ist top.
Koh Kho Kao war im Grunde nur eine Zwischenstation, um unsere lange Fahrt in den Süden fürs Kind angenehmer zu gestalten. Dorthin kamen wir jedoch (wieder) nur mit privatem Fahrer. Am Hafen warteten die Longtails, die Peise wurden gewürfelt (ca. 100 Baht) und in wenigen Minuten waren wir da: auf der bisher ruhigsten Insel, auf der wir je waren.
Unser Bungalow lag direkt am Strand. Goldgelb der Sand, hellblau das Meer, tiefrot die Sonne, irgendwann, zum Abschied. Und mit ihr der Tag, der vor allem eins war: unaufgeregt. Essen, schwimmen, sonnen. Repeat.
Die Insel ist an einem halben Tag per Roller erkundet. Für mich war das zu wenig. Andere lieben es. Ausflüge zur Nachbarin Koh Phra Tong oder zum Schnorchelparadies, den Surin Islands, bieten sich an.
Wir taten nichts davon. Shame on us.
Nach drei Nächte düsten wir weiter nach Naiyang, Phuket Nord. Freunde willkommen heißen. Und ab hier war unsere Route im Grunde genau so wie in den letzten Jahren. Lest mehr dazu hier: 6 Wochen in Thailand mit Kind
Phuket Nord zum Ankommen nach der Langstrecke
- Wie lange? 2-4 Nächte – vor allem toll zum Ankommen nach dem Flug.
- Hotel-Tipp: Seapines Villa Liberg, eine Bali-Oase mit Pool nur wenige Minuten vom türkisen Meer entfernt.
Noch nie habe ich einen Ort erlebt, der sich so schnell entwickelt. Baustellen überall. Preise schießen in die Höhe. 7-Eleven am Strand. Eine andere Kette nebenan. Kleine Küchen mussten weichen.
Und doch fühle ich mich noch immer wohl. In meinem Zimmer, in meiner Hood, mit „meiner“ Roti-Bäckerin, in „meiner“ Garküche. Wir trafen hier Freunde, wie immer, hatten eine Zeit, die in Erinnerung bleibt.
Mehr Tipps findest du im Artikel von unserer letzten Thailand-Reise.

Ao Nang & Krabi Festland: Backpacking in Thailand
- Wie lange? Mindestens 3 Nächte.
- Hotel-Tipp: Forever Glur Hostel*. Von Dorm-Rooms über Doppelzimmer bis Familienzimmer – hier gibt´s alles! Und das für wenig Geld (ab 15 Euro pro Nacht), mit Pool.
Ao Nang wird – da nehme ich kein Blatt vor den Mund – heftiger von Jahr zu Jahr. Doch das Glur, das wird schöner. Sie haben renoviert, ich fühlte mich genauso wohl wie jedes Jahr, die liebsten Restaurant sind noch da – und ich stürzte mich ins Arbeiten. Denn das geht fast nirgends so gut wie hier, am Open Air Arbeitsplatz zwischen den Karstbergen von Krabi. Hach!
Ich reise jedes Jahr nach Krabi. Doch weiß ich: Wer in Ao Nang bleibt, hat Krabi im Grunde nicht gesehen. Den Strand, ja. Die Klippen, ja. Und gleichzeitig muss man sich hier ständig die Menschen und den Verkehr wegdenken. Dabei gibt es so viele Orte abseits des Massentourismus. Alle meine Lieblingsplätze gibt´s im Buch!
Koh Lanta: Lieblingsinsel
- Wie lange? Mindestens 3 Nächte.
- Hotel-Tipps siehe hier.
Koh Lanta fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause kommen. Im BeeBee wurden wir sofort erkannt und mit Freude begrüßt, das Wohnen im Green Chili* in den Backpacker-Hütten ist noch immer günstig (und basic wie eh und je), das Chili im hauseigenen Restaurant köstlich und der Klong Khong Beach heftig zum Sundown – und dennoch: etwas verändert sich.
Hotels sind in der Hauptsaison ausgebucht. Es wird teurer. Am Hippie-Beach Klong Kong warten immer mehr „normale“ Strandrestaurants auf. Die aus Treibholz gezimmerten Bars werden weniger.
Meine Bitte: Supportet die kleinen Guesthouses und Thai-Küchen, wenn ihr wollt und könnt. Ihr werdet es nicht bereuen. Mehr zum Thema nachhaltig reisen lest ihr hier.

Lieblingsstrand: Klong Khong, auch mit Kind!
Koh Ngai
- Wie lange? Mind. 2 Nächte.
- Anfahrt: Per Speedboot oder Fähre ab Koh Lanta. 1-2 Stunden.
- Hotel-Tipp: Kaimuk Thong Resort*. Bestes Preis-Leistungsverhältnis und ein Backpacking-Gefühl mit Komfort.
Koh Ngai erwartete uns wie immer: paradiesisch. Weißer Strand, türkises Meer, ein Anblick, der fast weh tut – so schön ist das. Vor allem am Kaimuk Thong Resort, „unser“ Ort. Der oder keiner. Dieses Mal schliefen wir im Bungalow mit drei Betten, Meerblick und Hängematte vor der Tür. Der Chef erkannte uns, die Tagestouristen waren außerhalb unseres Blickfeldes, und dennoch war es hier und da voller, ein Baum musste weichen, und doch hatten wir einen unvergesslichen Abend in der Light My Fire Bar mehr, bevor es mit dem Boot nach Trang ging, und per Nachtzug nach Bangkok.
Per Nachtzug nach Bangkok (auch mit Kind)
Macht das! Fahrt mit dem (Nacht-)zug durchs Land. Wir buchten unsere Tickets im 1.-Klasse-Schlafabteil ca. 6 Monate vorher über 12Go* – und ein Bett im 2. Klasse-Schlafwagen für meinen Partner. Am Ende schliefen wir alle in dem 1.Klasse-Abteil. Das Kind auf einer Matratzen auf dem Boden, wir Eltern in Hochbetten. Ich schlief zwar kaum, aber hab die Erfahrung geliebt! Kosten: ca. 60 Euro für das Abteil, ein Bett im AC-Schlafwagen gibt es schon ab 25 Euro.
Nachtzüge: Am liebsten mag ich die Ventilator-Abteile, denn: mit AC wird es kalt. Der Vorteil der 1.Klasse-Wagen: Man kann das Licht ausschalten und abschließen. Vor allem mit Kind super.
Den Abschluss unserer Reise verbrachten wir im UMA Residence*. Und wer mich, oder meine Bücher kennt, der weiß: Das ist meine Oase, der Ort, an den ich immer denken muss, wenn mich die Thailand-Sehnsucht packt. Und so war es auch dieses Mal.
Die Mitarbeiter*innen waren zwar immer noch nicht freundlich, das Hotel und die Hood aber mehr als das. Alles wie gewohnt also. Was ein gutes Gefühl!
Wir buchten die Zweibettzimmer für ca. 30 Euro pro Nacht, schliefen buenos, genossen das Frühstück, die Umgebung, die Mönche am Morgen, die Suppenküchen am Abend, und obwohl ich dieses Mal bereit war, zurückzukehren, hat mich das UMA gekettet. An die Palme. Wie immer, wie immer, denke ich.
Nachts trete ich raus, auf unseren Balkon, hinter mir gepackte Koffer. Ich schaue auf Wohnhäuser, schmale Gassen, rechts geht ein Licht an, eine Frau hängt Wäsche auf. Ich spüre die Schwüle der Nacht, den letzten Geruch nach Garküchen, unter mir Bananenblätter, über mir die Sterne, vor mir Bangkok. Das Knattern der Motoren. Nicht nah, nicht fern. Und ich weiß: ich muss Tschüss sagen. Wieder. Immer wieder. Immer wieder, denke ich. Zwei Schritte zurück, ich schließe die Tür. Es bringt ja nichts, so ist es immer. Ich halte alles fest. Dich, das Funkeln, das Gefühl.
Auf Bald, Land des Lächelns. Auf Bald.
Wenn du magst, was du liest: Mehr in meinem Buch „105 Gründe Thailand zu lieben“ oder meiner Thailand-Routenplanung.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß auf deiner Reise und freue mich über deinen Kommentar oder eine Mail an info@ferndurst.de,
Sina
Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links buchst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

