Insel Koh Kood in Thailand – Erfahrung und Tipps für Backpacker

Wer schneeweiße Strände, von Dschungel bewachsene Berge, Ruhe und Abenteuer sucht, ist auf der Insel Koh Kood (Ko Kut) im Südosten Thailands richtig. Und auch, wer sich nach Luxus sehnt. Eine Insel der Kontraste – und ich mittendrin. Meine Erfahrung und Tipps zur Anfahrt, authentischen Bungalows und den schönsten Stränden. Von einem Backpacker für Backpacker.

Die Insel Koh Kood ist auch was für Backpacker - und auf jeden Fall noch ein Geheimtipp in Thailand

Inhalt dieses Artikels:

  1. Koh Kood für Backpacker – Tipps auf einen Blick
  2. Die Insel Koh Kood: Meine Erfahrung als Kurzbericht
  3. Praktische Tipps für Koh Kood:


1. Insel Koh Kood für Backpacker – Tipps auf einen Blick:

  • Anfahrt: Ab Bangkoks Busstation Ekamai geht´s in fünf bis sieben Stunden bis Trat. Vom Busbahnhof aus fahren Sammeltaxen für ca. 150 Baht bis zum Pier, wo die Fähre auf die Inseln des Koh Chang Archipels übersetzen. In Bangkok kann man Kombi-Tickets für die Fahrt kaufen – oder man besorgt sich die einzelnen Tickets an jeder Station am Schalter. Wir haben beide Varianten ausprobiert, beides verlief reibungslos. Tipp: Möglichst früh losfahren, um auf jeden Fall noch eine Fähre zu bekommen. TippTipp: Eine Zwischenübernachtung in Trat inkl. Nachtmarkt-Besuch.
  • Auf eigene Faust: Roller mieten und die Insel erkunden, hier stößt man garantiert auf die einen oder anderen Schätze. Achtung bei Regen: Einige der Straßen sind nicht asphaltiert und können rutschig werden
  • Der schönste Strand: Bang Bao Bay. Aber auch im Norden oder Süden gibt es einige endlos lange, unverbaute Strände, die mehr als paradiesisch sind.
  • Günstiges und bestes Essen: in den Garküchen! Sobald man in ein Dorf fährt, tauchen kleine Imbisse und Suppenläden auf – hier kommt man in den Hochgenuss der thailändischen Küche und das zu unschlagbar günstigen Preisen!
  • Authentische Unterkünfte: An den weißen Stränden der Westküste stehen meist traumhafte Resorts, die für Backpacker höchstwahrscheinlich unbezahlbar sind. Nur das Neverland Resort ganz im Süden ist erstaunlich preiswert (und wenig luxuriös). Ansonsten findet man ein paar Gehminuten abseits der Hot Spots günstige Holzbungalows und Homestays.

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2. Die Insel Koh Kood – meine Erfahrung als Kurzbericht:

Gegen Mittag treffen wir auf die Küste der Insel Koh Kood und sehen vor allem drei Farben: weiß, türkis und grün. Die Strände sind so hell, dass sie in den Augen blenden. Das Meer funkelt unwirklich türkis, grüne Palmen wiegen sich im Tropenwind hin und her und ich reibe mir die Augen. Ich kann den Anblick nicht fassen – von dieser Insel hatte ich bislang nicht viel gehört. Wie konnte das sein?

Koh Kood ist die südlichste Insel im Koh Chang Archipel und liegt so nah an der Küste Kambodschas, das man meinen könnte, sie gehöre eher zu ihr als zu Thailand. Die Abgelegenheit ist ihr Segen. Gerade einmal 60.000 Besucher reisen jährlich auf die viertgrößte Insel Thailands. Knapp 3.000 Menschen wohnen hier. Zum Vergleich: Koh Samui, Platz 3 auf der Größenskala, besuchen über eine Million Touristen pro Jahr.

Wo die Touristen rarer sind, hat die Natur mehr Platz. Große Teile der bergigen Insel sind noch weitest gehend unerschlossen, im Inselinnern trifft man auf kleine Dörfer und Garküchen, Schotterpisten führen zu verlassenen Stränden, uralten Bäumen und versteckten Wasserfällen. Es gibt weder einen 7Eleven-Kiosk noch einen Bankautomaten. Obwohl – einen ATM gibt es schon, doch der funktioniert nur manchmal. Fakt ist: Wer nicht genug Bargeld dabei hat, ist aufgeschmissen und muss mit der Fähre aufs Festland fahren. Und die fährt in der Nebensaison nur ein Mal am Tag.

So einsam wie Robinson Cruseo in einem Südseetraum fühle ich mich am Anfang trotzdem nicht. Wir landen am Hauptstrand der Insel, dem White Sand Beach. Erstaunlich viele luxuriöse Resorts säumen die paradiesischten der allesamt paradiesischen Strände, sie tragen Namen wie Peter Pan, Wendy und Tinkerbell. Gut gewählt für eine Insel voll Zauber, auf der sicherlich niemand erwachsen werden will, denke ich, und grabe meine Zehen tiefer in den feinen Pudersand. Hinter mir schmiegen sich Palmen an die hübschen Bungalows, vor mir versinkt die Sonne im Golf. Die Insel Koh Kood hat´s in sich, so viel steht fest.

Am nächsten geht die Erkundungstour weiter. Schattenplätze sind rar, die Sonne knallt, der Sand reflektiert – das Wasser sowieso. Gleich morgens hol ich mir einen Sonnenbrand, dass es kracht. Als ich das bemerke, ist es schon zu spät. Wir schwingen uns trotzdem in Strandtüchern eingehüllt auf den Roller und rattern über die Insel, stoßen immer wieder auf Hotelruinen zwischen Palmenhainen, fahren durch Wellblechdörfer und essen genau hier eine der besten Suppen in ganz Thailand. Und am Ende finden wir doch noch kilometerlange, unverbaute Strände und ich mein Robinson-Gefühl.

Thailand ist Mainstream? Dann auf nach Koh Kood! Hier finden neben Luxusurlauber auch Backpacker ihr Glück – und Mönche auch:

Auf der Insel Koh Kood findet man wunderschöne einsame Strände


3. Alle meine praktischen Tipps für die Insel Koh Kood:

Anfahrt Koh Kood

Vielleicht ist die Anreise eine der Gründe, warum die Insel Koh Kood von Touristenmassen verschont bleibt: es dauert. Wer die Fahrt mit Bus und Fähre auf sich nimmt, wird belohnt. So viel steht fest. Und wer noch mehr Zeit hat, kann von hier aus wunderbar über die anderen Inseln des Koh Chang Archipels hüpfen oder sogar nach Kambodscha einreisen.

Von Bangkok nach Koh Kood mit dem Bus:

Entweder mit dem Minivan oder einem großen Bus geht es von Bangkoks Busstationen Ekamai und Morchit in fünf bis sieben Stunden nach Trat, einer Kleinstadt auf dem Festland. Die Busse halten an der Busstation im Zentrum, Sammeltaxen bringen einen für ca. 150 Baht entweder zum Laem Ngop Pier oder zum Laem Sok Pier, je nachdem welche Fähre zuerst fährt. Von hier aus starten Boote auf die Insel Koh Kood. Überfahrt: ca. 1,5 Stunden für 400 bis 600 Baht.

Tipp: Frühen Bus in Bangkok nehmen, um noch auf die Insel zu kommen! In der Nebensaison fahren die Boote nur einmal am Tag und das, so habe ich gelesen, morgens gegen 11 Uhr. Wem das zu stressig wird, empfehle ich, eine Nacht in Trat zu verbringen, über den Nachtmarkt zu schlendern und die Nebengassen zu erkunden. Überraschend nett!

Die großen Busse haben eine Toilette an Bord und die Sitze sind bequemer, deshalb bevorzuge ich diese. Ein Ticket braucht man sich nicht im Voraus zu kaufen, die Busse fahren mehrmals am Tag und ich hatte bislang nie Schwierigkeiten, noch zwei Plätze zu ergattern – auch nicht in der Hauptsaison. Wer an der Busstation ankommt, sieht einige Schalter mit dem Endziel Trat bzw. Koh Chang Archipel, hier steht auch, um welche Art von Bus es sich handelt.

Von Bangkok nach Koh Kood mit dem Flugzeug:

Trat darf einen kleinen Flughafen sein Eigen nennen, die reine Flugzeit von Bangkok aus beträgt knapp eine Stunde. Trotzdem muss man erstmal einchecken, hinfliegen, auschecken, mit dem Shuttle zum Pier fahren und mit der Fähre nach Koh Kood schippern. Viel schneller als mit dem Bus ist man deshalb wohl auch nicht.

Anreise von anderen Inseln des Archipels wie Koh Chang oder Koh Mak nach Koh Kood:

In der Hauptsaison fahren täglich Speedboats zwischen den Inseln hin und her. Tickets gibt es an der Unterkunft oder in der Touristeninfo – ein Pickup holt einen direkt am Hotel ab. Die Kosten sind allerdings happig für thailändische Verhältnisse: 900 Baht pro Person müssen eingeplant werden. Mehr Infos: kohchangferries.com

Anreise von Bangkok aus nach Koh Kood bedeutet eine schöne Bootsfahrt ab Trat

Blick vom Boot auf die Inseln im Koh Chang Archipel


Koh Kood Bungalows – Authentische Unterkünfte auf der Insel (nicht nur für Backpacker)

Viele Strände sind von hochpreisigen, wunderschönen Resorts gesäumt, doch es gibt sie auch, die Strandabschnitte, an denen bezahlbare Backpacker-Hüttchen stehen. Das Neverland-Resort ist übrigens erstaunlich günstig.

Wir übernachteten in einem Homestay im Inselinnern: Kama Siri* hieß das und glänzte mit super lieben Gastgebern, einem tollen Frühstück, sauberen Zimmern und einem unschlagbaren Preis von 12 Euro die Nacht für das Doppelzimmer. Ein Minuspunkt: das Bad müffelte ziemlich streng.

Weitere günstigste und toll bewertete Koh Kood Bungalows, die ich recherchiert habe:

  • Hostel Eve´s Haus* für knapp 10 Euro die Nacht im Mehrbettzimmer. Es gibt auch Doppelzimmer im eigenen Bungalow für knapp 20 Euro die Nacht. Das Hostel liegt im Dschungel, lediglich ein paar Gehminuten vom Strand entfernt.
  • Wooden House* – Doppelzimmer-Holzbungalows in einem großen Garten am Fluss und Dschungel für knapp 20 Euro pro Nacht, knapp 15 Gehminuten vom Strand entfernt. Bei diesem Guesthouse werden vor allem der Koch und die kreativen Besitzer gelobt.
  • Etwas hochwertigere Bungalows gibt es im Ao Salat View* für knapp 26 Euro die Nacht inklusive Frühstück für das Doppelzimmer. Die Anlage ist zwar am Meer gelegen, jedoch ohne Strand, dafür mit Steg. Und es gibt einen Pool.

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Straßen/Fortbewegung auf der Insel Koh Kood

Taxen findet man auf Koh Kood nur wenige, am besten erkundet man die Insel auf eigene Faust mit dem Roller. Kosten: ca. 250 Baht pro Tag, am besten an der Unterkunft mieten.

Aber: Nur wenige der Straßen auf Koh Kood sind asphaltiert, ein Großteil der Insel ist sogar komplett unerschlossen und in den Regenwald geht es auf schmalen Sandwegen, die bei Regen zur Rutschpartie werden können. Hier hatten wir unseren ersten und einzigen Roller-„Unfall“ – wir waren zwar unverletzt, aber trotzdem geschockt. Bei Regen also lieber meiden!

Wem Rollerfahren zu heikel ist, kann auch beim Gastgeber nachfragen, ob sie einen privaten Fahrer organisieren könnten. Für einen halben Tag sollte man mit mindestens 1.200 Baht rechnen.

Schönste Strände auf der Insel Koh Kood – Erfahrung:

Die weißen Traumstrände liegen allesamt an der Westküste der Insel, einige von ihnen sind nur per Boot erreichbar.

Der 800 Meter lange Hauptstrand der Insel heißt Klong Chao Beach, wenn man ihn denn als Hauptstrand bezeichnen kann. Hier gibt es weder Liegen, noch Massen an Menschen – und dennoch die höchste Dichte an Resorts. Kein Wunder: Der Sand ist schneeweiß, das Meer ganz seicht, das Wasser durchsichtig-blau. Im Norden fließt der Klong Chao-Fluss ins Meer und bildet eine idyllische Halbinsel, die man häufig für sich allein hat.

Mein Favorit: die Bang Bao Bay (Siam Bay). Auch hier stehen einige Unterkünfte, die meisten von ihnen sind aber eher Hütten als Bungalows, charmant fand ich das. Ein langer Steg aufs Holz führt auf das unglaublich türkise Wasser, ab und zu legen Boote an und schubsen staunende Touristen ins Paradies.

Für mich der schönste Strand auf Koh Kood: Bang Bao Bay oder Siam Bay

Der Strand Ao Jark ganz im Süden der Insel ist auch wunderschön und vor allem: ziemlich einsam. Genau wie ein Strand ganz im Norden, an dem absolut gar nichts war, und dessen Namen mir nicht mal Google Maps verrät. Deshalb lautet mein Tipp: einfach auf den Roller schwingen und die Strände erkunden – solange es die Wege zulassen!


Sehenswürdigkeiten auf der Insel Koh Kood

  • Wasserfälle: Gleich mehrere gibt es auf Koh Kood, alle mit natürlichen Felsenpools zum Abkühlen, die jedoch zum Ende der Trockenzeit nur noch wenig Wasser führen. Der Nam Tok Klong Chao liegt unweit des Hauptstrandes und ist gut zu erreichen.
  • Baum: steinalte, heilige Makka-Bäume finden sich im Dschungel von Koh Kood. Ein sandiger Weg führt vom Ort Ban Ka Tin ins Dickicht. Nicht bei Regen mit dem Roller fahren!
  • Stelzendorf: den Ort Ban Ao Salad (Salat) im Norden haben wir zwar selbst nicht besucht, er soll aber sehr schön sein.
  • Kayaken: Auf dem Chao-Fluss kann man mit dem Kayak durch die Mangroven paddeln.
  • Schnorcheln und Tauchen: Trips können überall gebucht werden.
  • Garküchen: Vielleicht sind die thailändischen Imbisse keine typische Sehenswürdigkeit und trotzdem sind sie das, was ich als erstes ansteuere, wenn ich einen Ort besuche. Denn nirgendwo kommt man so schnell und preiswert in den Hochgenuss der thailändischen Küche – so auch auf der Insel Koh Kood. Die meisten Garküchen findet man in den Dörfern abseits der Hotels, dazu gehören Ban Klong Chao, Ban Ka Tin, Ban Klong Mat und Ban Ao Salad.

Preisniveau auf Koh Kood und Bankautomaten (ATM)

Kontrastreich, wie die Insel selbst. Man kann in absolutem Luxus wohnen oder spartanische Zimmer für nen Zehner mieten. Genauso verhält es sich mit dem Essen: am Strand gibt es wenige bezahlbare Restaurants, dafür passiert man im Inselinnern immer wieder Garküchen am Straßenrand. Ein Roller lohnt sich auch hier wieder einmal.

Achtung: Auf Koh Kood soll es zwar mittlerweile einen ATM geben, dieser ist aber nicht verlässlich. Besser ist es, mit ausreichend Bargeld anzureisen. Automaten gibt es beispielsweise auf der Hauptinsel Koh Chang oder auf dem Festland in der Kleinstadt Trat.

Wir reisen seit Jahren mit der DKB-Kreditkarte*, mit der man als Neu- und Aktivkunde weltweit kostenlos Bargeld abheben kann (in Thailand werden am Automaten 200 Baht Gebühren von der Regierung erhoben, die leider nicht erstattet werden: deshalb lieber etwas mehr Geld abheben, um nicht zu häufig Gebühren zahlen zu müssen). →Detaillierte Infos bekommst du in unserem Kreditkartenvergleich.

Wetter Koh Kood | beste Reisezeit

Wir haben Koh Kood Ende März besucht. Leider hat es viel geregnet. Dennoch ist die Trockenzeit von November/Dezember bis April die beste Zeit, um Koh Kood zu besuchen, wobei es ab März sehr heiß werden kann. In der Regenzeit sollen viele Unterkünfte geschlossen haben.

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Tipps zur Weiterreise ab Koh Kood:

Mehr zu Thailand auf Ferndurst:

Und nun wünsche ich dir ganz viel Spaß auf deiner Reise und besonders auf der Insel Koh Kood. Ich freue mich von dir zu hören, wie dir die Insel gefallen hat und auch über deine Tipps in den Kommentaren.

Alles Liebe, Sina


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Kategorie Koh Chang Archipel, Thailand, Traumstrände

Ich liebe es, ein Land langsam und intensiv zu bereisen - und das Glücksgefühl, das ich habe, wenn ein Ort mich in seinen Bann zieht. Im Dezember 2016 habe ich meinen Traum in die Tat umgesetzt und bin mit meinem Freund auf Weltreise gegangen. Jetzt lebe und arbeite ich überall auf der Welt, am liebsten in Hamburch, Bali und Thailand. :) Mein neuer Blog: www.soulflake.de mit Texten über die Freiheit, wir selbst zu sein. Mein Online-Kurs: www.blog-wings.de (Blog erstellen leicht gemacht)

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