Budapest in 3 Tagen: Meine (Geheim-)Tipps für euren Kurztrip

Budapest ist eine Mischung aus Paris und Wien und gleichzeitig ganz anders. Hier trifft zusammen, was nicht zusammenpasst – und doch bilden die vielen Überraschungen ein chaotisch-prächtiges Gesamtbild, das man als sprudelndes Gefühl mit nach Hause trägt. Meine Geheimtipps für Budapest in 3 Tagen.

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Praktische Tipps auf einen Blick: Budapest in 3 Tagen

  • Anreise: Wir flogen mit Germanwings für knapp 150 Euro über das verlängerte Osterwochenende nach Budapest.
  • Packen: Ich reise am liebsten mit Handgepäck durch Europa. Bedeutet nämlich weniger Stress beim Packen, beim Check-In, vor Ort … Schaut mal rein in meine Packliste für Kurztrips.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Die Stadt ist klein, zumindest wenn man erst kürzlich Bangkok, Istanbul oder Paris war. Wohnt ihr zentral, könnt ihr alles gut zu Fuß ablaufen. Deshalb reicht eine 10er-Bahn-Karte für 3 Tage in Budapest meiner Meinung nach dicke. Vom Flughafen aus kommt ihr gut mit dem Bus 200E zur Metrolinie 3 und könnt mit dieser in die City fahren. Dauer: ca. 60 Minuten bis Déak Ferenc ter in Pest. Extra-Tipp: Es gibt überall City Bikes, mit denen ihr (glaube ich kostenlos) für eine gewisse Zeit durch die Stadt radeln könnt.
  • Währung: In Ungarn wird noch mit Forinth bezahlt. Natürlich gibt´s aber Bankautomaten an jeder Ecke, die dir schnell und einfach das passende Geld ausspucken. Wieder einmal empfehle ich hier die Kreditkarte von der DKB, mit der ihr überall kostenlos abheben könnt. Hier könnt ihr euer kostenfreies DKB-Konto eröffnen und gleichzeitig Ferndurst sponsern, denn wir kriegen dafür eine Provision und danken euch sehr! Auf unsere Meinung hat das natürlich keinen Einfluss.
  • Wetter: Ab Mai kann es in Budapest schon richtig warm werden – im Hochsommer soll die Hitze der Stadt Sightseeing jedoch unmöglich machen. Über Ostern (Anfang April) hatten wir viel Sonnenschein und 10 bis 12 Grad. Ich würde euch empfehlen ein verlängertes Wochenende im Mai oder Ende September auszuwählen.
  • Das schönste Viertel: Auch wenn in allen Reiseführern der Stadtteil Buda als die schönere Seite von Budapest betitelt wird, hat Pest (und insbesondere das jüdische Viertel) die entspanntere Atmosphäre, die günstigeren Cafés, die alternativeren Pubs und die verrücktesten Überraschungen parat.
  • Tipp für eure Unterkunft: Wenn ihr könnt, mietet euch unbedingt im jüdischen Viertel von Pest eine Unterkunft – dann seid ihr mitten im Budapester Trubel. Wir haben uns in einer AirBnB-Wohnung in der Dob Street einquartiert und waren total verzaubert! Perfekter kann man meiner Meinung nach nicht wohnen. Hier kannst du dich bei AirBnB registrieren und bekommst einen Gutschein von mir geschenkt.
  • Geheimtipp für einen verwunschenen Abend: Das Restaurant „Vintage Garden“ in der Dob Street bietet Alice-im-Wunderland-Atmosphäre par excellence
  • Die coolste Bar:  der berühmte Abbruchklub „Szimpla kert“ (vorher oder nachher einen Abstecher zum Streedfood-Market nebenan machen und wirklich authentisches Thai-Food essen)
  • Ostern in Budapest: Ihr braucht keine Angst zu haben – ihr verhungert nicht über die Feiertage! Kleine Tante-Emma-Läden hatten offen, genauso wie alle Bars und Restaurants. Auf die großen Märkte und Shopping müsst ihr jedoch leider verzichten, wenn ihr nur Ostersonntag und Ostermontag zur Verfügung habt.

Alle Tipps findet ihr weiter unten ausführlich beschrieben.


Mein Reisebericht: Budapest in 3 Tagen oder wo ihr die tollsten Ecken findet

Wir dachten, Istanbul (so anders) ist unsere absolute europäische Lieblingsstadt, dicht gefolgt von Porto (so urig), Amsterdam (so alternativ) und Paris (so schön). Doch Budapest hatte von all diesen Lieblingsstädten etwas. Das brachte unser Konzept durcheinander und stellte uns kurzerhand auf den Kopf.

Budapest ist alt und neu, prunkvoll und abgewrackt, höchstkulturell und alternativ zugleich.

Wie alles begann: Tag 1 in Budapest (Viertel Pest & Hausmannskost & Abbruchklub)

Ungarns Hauptstadt hat zwei große Teile, Buda und Pest, die erst im 19. Jahrhundert gemeinsam mit Óbuda das heutige Budapest zusammenwuchsen. Vorher waren die Viertel einzelne Städte. Das merkt man noch heute. Viel mehr möchte ich euch gar nicht über die Geschichte der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt erzählen, das kann nämlich der Reiseführer (z. B. Reise Know-how Budapest) ganz gut. Doch dieses Detail ist wichtig für meine schwärmenden Worte, die nun folgen.

Orientierung – alle Tipps vom ersten Tag in Budapest auf der Karte:

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Tag 1 in Budapest: Pest erkunden

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Die historische Altstadt (nicht nur schön zum Shoppen): 47.491922, 19.053773
Abbruchklub: Szimpla Kert im jüdischen Viertel: 47.497011, 19.063385
Die Freiheitsbrücke von Budapest: 47.485773, 19.054917
Die große Markthalle: 47.487085, 19.058493
Hausmannskost im Kazimir: 47.498437, 19.062275
Local-Bar & Bistro: Fekete Kutja im jüdischen Viertel: 47.498776, 19.062129
Das jüdische Viertel von Budapest: 47.495907, 19.060614
Die wunderschöne St.-Stephans-Basilika: 47.500890, 19.053989
Kultige Passage: Gozsdu Udvar: 47.498557, 19.059192
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Die historische Altstadt (nicht nur schön zum Shoppen)
Budapest, Váci utca, Ungarn
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Abbruchklub: Szimpla Kert im jüdischen Viertel
Szimpla Kert, Budapest, Kazinczy-Straße, Ungarn
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Die Freiheitsbrücke von Budapest
Budapest, Freedom Bridge, Ungarn
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Die große Markthalle
Große Markthalle, Budapest, Vámház körút, Ungarn
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Hausmannskost im Kazimir
Kazimír Bisztró, Budapest, Kazinczy-Straße, Ungarn
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Local-Bar & Bistro: Fekete Kutja im jüdischen Viertel
Budapest, Dob Street 31, Ungarn
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Das jüdische Viertel von Budapest
Große Synagoge, Budapest, Dohány-Straße, Ungarn
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Die wunderschöne St.-Stephans-Basilika
St.-Stephans-Basilika, Budapest, Szent István tér, Ungarn
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Kultige Passage: Gozsdu Udvar
Gozsdu Udvar, Budapest, Király-Straße, Ungarn

Ankommen in Budapest, eintauchen ins lebendige Pest

Wir kamen nachmittags an der Haltestelle „Déak Ferenc ter“ an, mitten im Viertel Pest, im Osten der Stadt. Die U-Bahn-Station liegt fast genau auf der unsichtbaren Linie zwischen der prächtigen Altstadt und dem historischen jüdischen Viertel. Biegt man den Kopf gen Westen, lassen sich unweit entfernt die wunderschönen Kuppeln der schlossgleichen St.-Stephans-Basilika erahnen, während die klassische Architektur ringsherum die Stadt in eine romantische Atmosphäre taucht.

Markt am Férenc Tér im Budapester Teil Pest

Markt am Déak Ferenc Ter

Und dann kam da die riesige Straße, die Károli Krt, die so gar nicht in diese Idylle passt. 70er-Jahre-Bauten und tosender Verkehr nahm der Stadt für einen kurzen Augenblick den Zauber. Bis die Große Synagoge in ihren gelb-orange-Tönen uns den Weg ins Innere des jüdischen Viertels wies.

Die große Synagoge in Budapest

Die Große Synagoge

Kulturell und alternativ zugleich: das jüdische Viertel in Pest

Kurz vor der Großen Synagoge bogen wir scharf nach links ab, in „unsere“ Dob Street, in der sich ranzige Häuser, bunte Fassaden, hippe Restaurants, urige Weinstuben und ein ultra-männlicher Barbier-Shop aneinanderreihen. Kurz vor der Nummer 32 (unserem Appartement) zog uns ein Antik-Markt in seinen Bann. Wir durchquerten die überdachte Passage „Gozsdu Udvar“, schlängelten uns vorbei an Ständen und Menschen und schauten in die Schaufenster der vielen Bars und Bistros, die mit internationalen wie ungarischen Köstlichkeiten locken. Und mit Bier. Viel Bier.

Wasser in Sicht: Die Brücken von Budapest

Wir widerstanden dem Bier, warfen eine halbe Stunde später unsere Rucksäcke in unser schnuckelige AirBnB-Appartement und schlenderten kreuz und quer durch die Gassen, immer weiter Richtung Donau, rein in die Altstadt bis zur Großen Markthalle, die leider schon geschlossen hatte (Öffnungszeiten: samstags bis 14 Uhr, Montag – Freitag bis 18 Uhr).

Die große Markthalle - ein toller Tipp für 3 Tage in Budapest

Die große Markthalle

Von Weiten sahen wir die grüne Freedom-Bridge, die sich mächtig über die graubraune Donau spannt. Hier hielten wir inne, tranken unsere ersten Schlücke ungarischen Wein direkt aus der Flasche und blickten weit über das Wasser auf Pest und Buda, auf die Brücken in der Ferne, auf die Lichter der Stadt.

Freiheitsbrücke Budapest

Die grüne Freiheitsbrücke in Budapest

Blick von der Freiheitsbrücke auf Budapest: Toller Tipp

Geheimtipp für ungarische Hausmannskost: Das Kazimir

Wir gingen zurück ins jüdische Viertel und aßen unsere erste ungarische Hausmannskost im Kazimir (Tipp von unseren AirBnB-Gastgebern), das etwas versteckt in einer Kopfsteinpflasterstraße gegenüber der orthodoxen Synagoge steht. Es war erst 18 Uhr und deshalb noch ziemlich leer. Das Essen schmeckte deftig und lecker (Geheimtipp: unbedingt das „Pork“ in Paprikash with hommade noodles and cucumber salad bestellen). Als wir später um 20 Uhr noch einmal vorbeikamen, platzte der Laden aus allen Nähten. Leider war es zu kalt, um sich in den bunt geschmückten Garten des Restaurants zu setzen. Wir fragten uns, wie es wohl an lauwarmen Sommerabenden in dieser Stadt sein muss, wenn es sich ganz Budapest auf den Straßen gemütlich macht.

Restauranttipp: Hausmannskost im Kazimir in Budapest

Hausmannskost – i like!

Garten im Kazimir - Restauranttipp für Budapest in 3 Tagen

Viele Restaurants haben urige „Gärten“, wo man im Sommer toll sitzen kann


Den Abend ausklingen lassen: unter „locals“ und/oder im berühmten Abbruchklub Szimpla kert

Später am Abend kehren wir in die Kneipe Fekete Kutja in der Dob Street  31 ein. Hier trafen wir zufällig auf unsere AirBnB-Gastgeber, die erstaunt waren, uns in dieser „local Bar“ zu sehen. Es ist ein uriger, unaufgeregter Ort, in dem die Budapester Bier und Palinka (typischer fruchtiger Obstbrand) an der Bar trinken oder an einem der wenigen Tische, Wein, Tapas und Gemüse-Suppe genießen. Ein echter Geheimtipp für unsere drei Tage in Budapest also. Wir kamen jeden Abend.

So richtig genug hatten wir immer noch nicht, schlenderten weiter in das Szimpla Kert, die „Mutter “ der Abbruchklubs in Budapest. So richtig wussten wir nicht, was wir uns darunter vorstellen sollten. Als wir ankamen wurde uns schnell klar, dass das auch gar nicht möglich gewesen wäre: Dort, zwischen den pastellfarbenen Häusern in der Kazinczy utca steht ein verfallenes Haus. Die Backsteine sind abgefetzt, manche sind grau, andere schimmern in knalligen Farben. Der Balkon über der großen Eingangstür ist bunt geschmückt, in meiner Erinnerung ranken Pflanzen um die Eisengitter.

Abbruchklub Szimpla Kert in Budapest

Kurz darauf betraten wir einen Ort, der aus einer anderen Welt zu stammen scheint. Das Haus ist im Innern genauso abbruchreif wie von außen, nur dass es eben nicht abgerissen, sondern aufgewertet wurde. Jede kleine Ecke und jedes Stückchen Wand ist geschmückt, verziert mit Bilderrahmen, Malereien und Schriftzügen. Die Möbel sind wild zusammengewürfelt, manches hier soll noch zum Originalmöbiliar gehören, das meiste kommt vom Flohmarkt. Denkt man sich das wilde Durcheinander von Menschen, Bars und Deko weg, fühlt man sich wie bei Oma Zuhause. Polstermöbel, Garderobenständer, Lampenschirme soweit das Auge reicht. Dazwischen abgewetzte Holztische, halblackierte Gartenstühle, Jahrmarktautos, künstlerische Installationen, Gärten, ja sogar einen alten Frisörstuhl sehen wir.

Es ist ein Ort, der so pulsiert, dass es einen schier umhaut. Auch, wenn hier zu 80 Prozent Touristen unterwegs sind, fühlt man sich nicht wie abgestempelt, nicht wie einer unter vielen, sondern einfach mittendrin.

Wir setzten uns zu anderen Besuchern auf zwei gerade frei gewordenen Stühle, tranken in kleinen Stück ein frisch gezapftes Bier für 500 Forinth und versuchten, die vielen Eindrücke in uns aufzusaugen und gleichzeitig sacken zu lassen.

Abbruchklub Szimpla Kert in Budapest

Tag 2 in Budapest: Gellértberg & Street Food & Free Walking Tour 

Ich fasse mich nun kürzer, versprochen. Ich wollte euch gern im ersten Teil dieses Reiseberichts über meine drei Tage in Budapest mein Gefühl, das ich in dieser Stadt hatte, mitgeben. Ich hoffe, das habe ich geschafft. Nun meine Geheimtipps etwas punktuierter:

Orientierung – alle Tipps vom zweiten Tag auf der Karte:

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Tag 2 in Budapest: Gellértberg, Streetfood und jüdisches Viertel

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Kein Geheimtipp. Trotzdem toll: Der Ausblick vom Gellértberg: 47.486389, 19.041111
Street Food: \'Karavan\' im jüdischen Viertel: 47.498025, 19.062943
Die große Synagoge: 47.495907, 19.060614
Geschichtsträchtig: Free Walking Tour durchs jüdische Viertel (Treffpunkt): 47.496802, 19.050579
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Kein Geheimtipp. Trotzdem toll: Der Ausblick vom Gellértberg
Gellértberg, Budapest, Ungarn
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Street Food: 'Karavan' im jüdischen Viertel
Budapest, Kazinczy utca, Ungarn
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Die große Synagoge
Große Synagoge, Budapest, Dohány-Straße, Ungarn
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Geschichtsträchtig: Free Walking Tour durchs jüdische Viertel (Treffpunkt)
Budapest, Vörösmarty tér, Ungarn

Vormittags: Aufstieg zum Gellértberg

Am zweiten Tag fuhren wir mit der Buslinie 72 ab dem Platz „Móricz Zsigmond körtér“ (Metro-Station) hoch auf den Gellértberg. Den Weg kann man auch gut zu Fuß gehen, aber wir waren nicht gut zu Fuß – die taten uns nämlich noch vom Vortag weh. Oben angekommen, brach die Wolkendecke auf und die Sonne wärmte unsere Gesichter, auch wenn die Luft doch noch sehr kühl war. Die Bäume trugen alle schon Knospen, die Kirschbäume blühten rosa und weiß, kleine Sträucher zeigten schon die ersten hellgrünen Blätter. Hier war der Frühling schon viel näher.

Frühling zu Ostern in Budapest: Gellert-Berg

Tipps Budapest: Ausblick vom Gellertberg in Budapest

Wir gingen weiter in Richtung Zitadelle, die auf dem höchsten Punkt des Berges steht. Auf ihr thront die Freiheitsstatue von Budapest, die von unten so klein und zierlich aussieht und von oben erst ihre wahre Größe zeigt. Von dem Plateu vor der Zitadelle aus hat man einen freien Blick auf Budapest, auf die Donau, das prächtige Parlament am Ufer von Pest, die vielen unscheinbaren Häuser, die Kuppeln der St.-Stephans-Kirche … Auf der anderen Seite ergießt sich Buda auf Hügeln mit seinem Königspalast und der Matthiaskirche. Ein toller Ausgangspunkt, um Budapest zu erkunden und eine Ahnung von den vielen verschiedenen Facetten der Stadt zu bekommen.

Ausblick vom Gellert-Berg: Tipp für Budapest

Geheimtipp für Budapest: Mittagessen auf dem Karavan Street Food Market (jüdisches Viertel)

Vom Gellértberg aus ist es ein Leichtes, hinunter ins Burgviertel von Buda zu kommen, doch wir wollten diesen Teil der Stadt lieber in Ruhe am nächsten Tag erkunden und fuhren zurück ins jüdische Viertel. Denn hier hatten wir schon am Vortag einen überdachten Street-Food-Markt direkt neben dem Szimpla Kert entdeckt, den wir unbedingt ausprobieren wollten. Wir bestellten Burger und eine Thai-Suppe – tja, und ich war hin und weg von dieser tollen Suppe. Sie schmeckte wirklich fast wie in Thailand und – das könnt ihr mir glauben – so etwas sag ich nicht oft, eigentlich nie. Der Burger war ok. Deshalb mein Geheimtipp für eure 3 Tage in Budapest: Pfeift mal auf Gulasch, kommt her und esst authentisches Thai-Food!

Nachmittags: Free Walking Tour durch das jüdische Viertel

Am Nachmittag nahmen wir an einer Free Walking Tour durch das jüdische Viertel teil, von der wir schon viel Gutes gehört hatten und die ein toller Geheimtipp für einen Kurztrip nach Budapest darstellt. Um 15:30 Uhr trafen wir uns mit allen anderen am VÖRÖSMARTY SQUARE (siehe Karte), die Guides hatten eine blaue Jacke an und riefen die Leute zu sich. Und dann ging´s los. Wir schlenderten in einer kleinen Gruppe 1,5 Stunden durch den Stadtteil, der uns schon am Vortag so verzaubert hatte und dessen Geschichte wir noch besser kennen lernen wollten. Wir besuchten die Synagogen, erfuhren viel über die jüdische Vertreibung, besichtigten ein Holocaust-Denkmal und einen jüdischen Friedhof, blickten hinter die Kulissen der vielen bemalten Häuserfassaden und waren immer wieder sehr ergriffen von den Worten, die unser Tour-Guide aussprach.

Holocaust Denkmal bei der Großen Synagoge in Budapest

„Tree of Live“: Holocaust Denkmal neben der Großen Synagoge

Am Ende kehrten wir noch einmal im Szimpla Kert ein und erfuhren, wie viel diese Abbruchklubs wirklich zur Aufwertung des Viertels beigetragen haben.

Mein Fazit: Die Tour ist sehr zu empfehlen, sie wird von Locals geführt und gibt euch einen tiefen Einblick in die Kultur, die Politik, die Geschichte der Stadt. Es gibt noch einige andere Angebote: Ein kommunistischer Rundgang, ein Spaziergang ins Burgviertel und auch eine Pubtour am Abend. Hier erfahrt ihr mehr: Free Walking Tours. Das Schöne: Die Tour ist wirklich umsonst, aber jeder kann am Ende einen Tip geben und so selbst entscheiden, wie viel einem der Rundgang wert war.

Tag 3 in Budapest: Burgviertel & Heldenplatz (Therme, Schlossbesuch) & Essen bei Alice

Orientierung – alle Budapest-Tipps vom dritten Tag auf der Karte:

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Tag 3 in Budapest: Burgviertel, Heldenplatz (Therme), Essen im Vintage Garden

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Schöhön: Matthiaskirche in Budapest: 47.501954, 19.034162
Fischerbastei mit wunderbaren Blick über Budapest: 47.502183, 19.034781
Touristenmagnet: Der riesige Königspalast im Burgviertel: 47.496205, 19.039567
Chain Bridge - die älteste Brücke in Budapest: 47.498993, 19.043699
Eindrucksvoll: Der Heldenplatz und sein Drumherum: 47.514943, 19.077863
Die größte Therme in Budapest: Széchenyi Heilbad: 47.518657, 19.082379
Skurril & märchenhaft: Schloss Vaydahunyad: 47.514890, 19.083059
Tolles Essen, verrückte Atmosphäre: Vintage Garden: 47.498104, 19.061199
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Schöhön: Matthiaskirche in Budapest
Matthiaskirche, Budapest, Szentháromság tér, Ungarn
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Fischerbastei mit wunderbaren Blick über Budapest
Fischerbastei, Budapest, Szentháromság tér, Ungarn
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Touristenmagnet: Der riesige Königspalast im Burgviertel
Royal Palace, Budapest, Szent György tér, Ungarn
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Chain Bridge - die älteste Brücke in Budapest
Chain Bridge (Széchenyi lánchíd), Budapest, Széchenyi Lánchíd, Ungarn
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Eindrucksvoll: Der Heldenplatz und sein Drumherum
Heldenplatz, Budapest, Hősök tere, Ungarn
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Die größte Therme in Budapest: Széchenyi Heilbad
Széchenyi-Heilbad, Budapest, Állatkerti körút, Ungarn
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Skurril & märchenhaft: Schloss Vaydahunyad
Vajdahunyad vára, Budapest, Vajdahunyad vár, Ungarn
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Tolles Essen, verrückte Atmosphäre: Vintage Garden
Vintage Garden, Budapest, Dob-Straße, Ungarn

Los geht´s: Vormittags das historische Buda erkunden

Viel muss ich hierzu glaub ich gar nicht mehr sagen. Ich habe es ja in einigen Nebensätzen schon anklingen lassen: das Burgviertel in Buda ist wunderschön, beherbergt kleine Gassen, Kopfsteinpflasterstraßen, pastellfarbene Häuser, die historische Matthiaskirche, die mittelalterlich wirkende Fischerbastei, von deren Mauern ihr einen tollen Blick auf die Donau und das Parlament bekommt und zu guter Letzt den riesigen Königspalast, vor dem sich die Touristen türmen. Das sind DIE Sehenswürdigkeiten von Budapest und somit auch Must-Sees für 3 Tage in Budapest.

Schönes Buda

Schönes Buda: Das Burgviertel in Budapest

3 Tage in Budapest: Meine Geheimtipps

Die Fischerbastei und sein Ausblick

Ausblick von der Matthiaskirche in Buda, Budapest in 3 Tagen

Ein wunderbarer Ausblick jagt den nächsten – zu schön!

Hinkommen: M3 bis Széll Kálmán tér, zurück könnt ihr gut zu Fuß die Treppen runtergehen oder mit der berühmten Seilbahn fahren. Über die älteste Brücke der Stadt, der Chain Bridge (Széchenyi Lánchíd), kommt ihr schnell wieder rüber nach Pest.

Geheimtipp: Hier ist alles etwas teurer und touristischer, aber nicht weniger schön. Essen solltet ihr aber besser in Pest.

Nachmittags: Budapest in 3 Tagen? Ein Abstecher in die Therme

Budapest ist berühmt für seine Thermalbäder. Wir besuchten das größte von ihnen, das Széchenyi Heilbad, im Osten der Stadt, am berühmten Heldenplatz mit seinen Denkmälern. So konnten wir uns auch noch ein Viertel von Budapest anschauen, das wir noch nicht kannten. Und das war eine gute Idee! Dieser Teil der City war nämlich genauso überraschend, wie so vieles in Ungarns Hauptstadt. Die Therme liegt nämlich inmitten eines Wäldchens, das unter anderem ein verwunschendes Schloss beherbergt (siehe unten).

Die Therme selbst ist wirklich riesig und nicht zu vergleichen mit unseren Bädern in Deutschland. Es gibt mindestens 15 Becken, groß und klein, alle 25 bis 36 Grad warm und dicht gefüllt mit Badefreunden. Das ist erstmal etwas eigenartig, man schwimmt ja nicht, sondern sitzt hier nur rum, dicht an dicht mit anderen Gästen. Doch als wir uns akklimatisiert hatten, fanden wir es sehr angenehm, besonders wegen der vielen unterschiedlichen Saunen und dem großen Außenbereich. Die Tageskarte ist mit ca. 4.000 Forinth nicht ganz günstig, dafür wird einem aber auch eine Menge geboten.

Extratipp: Schloss Vaydahunyad

Direkt gegenüber der Therme liegt das Schloss Vaydahunyad, das gleichzeitig gruselig, märchenhaft und wunderschön aussieht. Jeder Turm ist in einem anderen architektonischen Stil gebaut, was dem Ganzen was Skurriles verleiht.

Schloss Vaydahunyad in Budapest - Geheimtipp

Das verrückte Schloss Vaydahunyad

Restaurant-Geheimtipp für Budapest: kulinarischer Abschluss im Wunderland

In der Dob Street im jüdischen Viertel liegt versteckt in einem unscheinbaren Haus das Restaurant Vintage Garden, das wohl eher den Namen „Alice“ tragen sollte, weil es hier wie im Wunderland zugeht. Die Deko ist total verrückt und gleichzeitig romantisch: gedeckte Tischen hängen von der Decke, an eine weiße Wand wird der Alice-Film von Tim Burton an die Wand projiziert und überall hängen schöne Bilder und Uhren, die dir sagen, dass du eigentlich viel zu spät bist.

Die Karte ist übersichtlich, die Portionen überschaubar, die Preise etwas höher als in den Bistros, wo wir sonst gegessen hatten, aber das Ambiente und die Qualität des Essens sind unschlagbar. Wir zahlten 35 Euro für uns beide inklusive Vorspeisen, Hauptspeisen und Getränken. Unbedingt die selbstgemachte Limonade mit frischen Früchten probieren! Auch die Gulaschsuppe ist sehr gut!

Mein Restauranttipp: Vintage Garden im Viertel Pest in Budapest

Gutes Essen im Vintage Garden - Restauranttipp Budapest 

Fakt ist: 3 Tage in Budapest sind zu kurz

Was ich nächstes Mal machen würde:

  • Versuchen, bei wärmeren Wetter zu kommen und all die Restaurant-Gärten erkunden – dafür ist Budapest nämlich auch bekannt. Geheimtipp von Elisa: Bei Sonnenuntergang auf der Freedom-Bridget mit halb Budapest sitzen und Wein trinken.
  • Eine Free Walking Tour durch die Pubs unternehmen
  • Das Palais-Viertel erkunden

Meine Buchtipps für einen Kurztrip nach Budapest

Der Schmöker:

Buchempfehlung für drei Tage in Budapest: Das letzte Polaroid von Nina Sahm Auf meinen Reisen kaufe ich mir immer ein Buch, das seinen Handlungsort in meinem Zielland hat. Dieses Mal habe ich mich für „Das letzte Polaroid“ entschieden und war beflügelt: Es ist ein sehr ruhiges, fast schon melancholisches Buch über ein Mädchen, das sich selbst in Budapest finden möchte und sich dabei etwas zu sehr im Leben ihrer besten Freundin verliert. →Hier bei Amazon bestellen. (Affiliate-Link*)

Der Reiseführer:

Diesen Reiseführer hatte ich mit und war zufrieden – gestört hat mich jedoch, dass die Karte nicht auf Englisch war: Reise Know-how Budapest (Affiliate-Link*)

Ich hoffe, ich konnte euch schon ein wenig mitnehmen auf die Reise nach Budapest. Grüßt mir die Stadt. Und wenn ihr wissen möchtet, was Ostern und Budapest mit meinem emotionalsten Reisemoment zu tun haben, lest hier weiter. Liebst, Sina

Noch ein paar Reisetipps von mir:

  • Ihr seid noch auf der Suche nach der besten Kreditkarte?Ich reise nun schon seit 5 Jahren mit der DKB-Kreditkarte und wurde niemals enttäuscht. Ihr könnt überall kostenlos Bargeld abheben. Hier könnt ihr euer kostenfreies DKB-Konto eröffnen.(*Wir bekommen hierfür eine Provision. Vielen Dank für eure Unterstützung! Auf unsere Meinung hat das natürlich keinen Einfluss – und für euch entstehen keine Kosten.)
  • Meine liebsten Unterkünfte: AirBnBsicher dir hier einen Gutschein für deine erste Buchung!

Die beliebtesten Artikel zu Kurztrips auf Ferndurst:

Hier findest du alle Kurztrips.

5 Kommentare

  1. Vielen Dank für die tollen Tips in Budapest.
    Das Kazimir und empfohlene Essen + ungarischer Wein waren köstlich und können wir nur weiterempfehlen!!!

  2. Eine tolle Seite, die mir bei meinen Vorbereitungen auf unsere Mädelstour mit 8 Mädels geholfen hat. Mal schauen, was wir am kommenden Wochenende alles umsetzen werden.

  3. Alexandra

    Danke für die tolle Seite und die Tipps. Erhöht enorm mein Reisefieber. Eine Frage hätte ich jedoch zu den Free Walking Angeboten: Sprache Englisch? oder auch Deutsch?
    Antwort in Kürze würde mich freuen.
    Alexandra

    • Liebe Alexandra, sorry, dass ich jetzt erst antworte – ich war auf einem Roadtrip in Australien und hatte kein Internet. Jedenfalls waren die Free-Walking-Touren auf Englisch. Vielleicht gibt es auch Angebote auf Deutsch, das weiß ich jedoch leider nicht.

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